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Jaguar beim Oldtimer-Grand-Prix

Jaguar beim Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring

Im Rahmen des 37. Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring gibt es für Jaguar einen bedeutenden Meilenstein zu feiern: Vor einem halben Jahrhundert stellte Jaguar auf der British Motor Show im Londoner Earls Court die sportliche Kompaktlimousine Mark II vor.

Das rund 84.000 Mal gebaute Modell gehört zu den absoluten Klassikern der Marke. Zugleich gilt es kraft seiner sportlichen Genetik als spiritueller Vorläufer des modernen Jaguar XFR. Im Motorsport war der Jaguar Mk II Anfang der 60er Jahre das Maß aller Dinge. Seine Dominanz auf den Pisten brachte ihm die respektvolle Beschreibung "Eiserne Faust im seidenen Handschuh" ein. Zu den Highlights gehörten der Gewinn der Tourenwagen-EM 1963 durch Peter Lindner und Peter Nöcker sowie vier Siege bei der Tour de France. Ebenfalls 1963 fuhr ein nur leicht modifiziertes Modell in Monza vier internationale Geschwindigkeitsweltrekorde - im November 2008 knüpfte Jaguar mit einer Rekordfahrt des XFR auf dem Salzsee von Bonneville/Utah an diese Leistung an. Paul Gentilozzi schaffte mit einem ebenfalls fast serienmäßigen XFR 363,188 km/h - so schnell wie noch kein Jaguar zuvor.

So schlug er eine Brücke zum historischen Vorbild - das 1968 durch den XJ6 ersetzt wurde. Der im Oktober 1959 auf der British Motor Show im Londoner Earls Court enthüllte Jaguar Mk II war zweifellos eine der weltweit besten Sportlimousinen der späten 50er und frühen 60er Jahre. Das agile Fahrwerk beeindruckte ebenso wie die quicklebendigen Motoren und der ausgewogene Komfort. Das Design mit dem charakteristischen Vieraugen-Gesicht und schildförmigem Kühlergrill sowie sanft abfallendem Heck war lange Zeit stilbildend.

Eine dominante Rolle spielte der im Renntrimm bis zu 250 PS starke Mk II 3.8 im Tourenwagen- und Rallyesport. Die Liste der Piloten, die auf Jaguar siegreich waren, ist lang und prominent. Neben Formel-1-Stars wie Graham Hill, Bruce McLaren, Denis Hulme, John Surtees, Stirling Moss oder Jackie Stewart umfasst sie Sportwagenasse wie Roy Salvadori, Jack Sears, Dennis Taylor, Mike Parkes oder David Hobbs.

Zusätzlich begründeten auch die vier Erfolge bei der Tour de France für Automobile und der Gewinn der Tourenwagen-Europameisterschaft 1963 durch die deutsche Paarung Peter Lindner (erster deutscher Jaguar-Importeur mit Sitz in Wiesbaden) und Peter Nöcker den Ruf der Jaguar Sportlimousine als vielseitiges und stets siegverdächtiges Sportgerät.