Wenn die fünf Milliarden Euro aus dem Fördertopf aufgebraucht sind, werden zwei Millionen Autokäufe staatlich subventioniert worden sein. Doch in den Jubel mischen sich immer lauter werdende Stimmen, die auf die Schattenseite der Medaille hinweisen. Im nächsten Jahr droht ein gewaltiger Absatzeinbruch – viele Gebrauchtwagenhändler und Werkstätten leiden schon jetzt. Allein zwei Millionen Gebrauchte, vor allem Modelle der oberen Mittelklasse, stehen momentan bei den Händlern und verursachen hohe Kosten. Hier drohen den Verkäufern herbe Wertverluste. Hinzu kommt, dass rund 3000 Händler für den Staat in Vorleistung gegangen sind und die Abwrackprämie beim Neuwagenverkauf direkt an den Kunden weitergegeben haben. Vielen gehen nun die finanziellen Mittel aus, denn die Bundesregierung zahlt spät.
Auch die Werkstätten haben mit den Neuwagen deutlich weniger zu tun. Am härtesten trifft es besonders die freien Betriebe, zu denen die Kunden in der Regel erst mit älteren Fahrzeugen wechseln. Viele typischen Gebrauchtwagenkäufer haben sich wegen der Prämie in diesem Jahr erstmals für ein neues Auto entschieden, das wohl erst in vier oder fünf Jahren erstmals in einer freien Werkstatt auftaucht.