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Vertragswerkstätten sind schlampig

ADAC Test: Viele Vertragswerkstätten arbeiten schlampig.

Ein bundesweiter Test des ADAC kam zu einem beunruhigendem Ergebnis: Jede vierte Werkstatt wies in ihren Leistungen Mängel auf. Viele Vertragswerkstätten in Deutschland arbeiten nicht sorgfältig genug.

Bei den Stichproben wurden jeweils fünf Werkstätten der 15 volumenstärksten Automarken in Deutschland wurden unter die Lupe genommen. Auf ein hervorragendes Ergebnis kam dabei nur Mercedes: Alle fünf getesteten Werkstätten schnitten mit „sehr gut” ab - sowohl beim Beheben technischer Mängel als auch im Service. Als „enttäuschend” bezeichnet der ADAC hingegen das Ergebnis einer Toyota-Werkstatt, in der vier von fünf Mängeln nicht beseitigt wurden. „Das kann man als Schlamperei bezeichnen”, sagt ADAC-Sprecher Christian Buric.

Der ADAC hatte bei den präparierten Fahrzeugen folgende Fehlerquellen eingebaut: eine defekte Kennzeichenbeleuchtung, fehlende Luft im Reserverad (oder ein komplett fehlendesPannenset), zu wenig Kühlflüssigkeit, ein ausgehängter Auspufftopf sowie falsch eingestellte Scheinwerfer. Für deren Behebung vergab der ADAC in seinem Test insgesamt 60 Punkte. „Das sind Mängel, die leicht hätten zu finden sein müssen”, sagt Christian Bursic. Zumal die Vertragswerkstätten Wartungsvorgaben erhielten und die Mitarbeiter entsprechend geschult würden.

Beim Thema Service legte der ADAC das Augenmerk auf Freundlichkeit, Fahrzeugabgabe, Auftragsannahme, Auftragserweiterung, Fahrzeugabholung und Rechnungsstellung. Hauptkritikpunkt: Die von den Herstellern klar vorgeschriebenen Arbeiten wurden nicht immer rundum erledigt - aber stets vollständig berechnet. Rechnungen, die für den Kunden nur schwer verständlich sind, stehen ebenfalls in der Kritik.

Mehr als jede vierte der 75 getesteten Vertragswerkstätten fiel bei der Stichprobe durch Mängel auf. Immerhin aber zwei Drittel schnitten mit „sehr gut” ab (49 Betriebe), vier Prozent bewertete der ADAC mit „ausreichend” oder mangelhaft”. Der Verband Deutsches Kraftfahrzeug in NRW beurteilte dieses Ergebnis als „deutlich verbesserte Qualität in den Kfz-Meisterbetrieben”. Demnach sei die Zahl der Werkstätten, die mit „sehr gut” oder „gut” bewertet wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gestiegen. Darüber hinaus seien die Testergebnisse ein besonderer Ansporn, den Weg der „kontinuierlichen Verbesserungsprozesse im Service weiter zu optimieren”.

Freie Kfz-Meisterwerkstätten standen diesmal nicht auf dem ADAC-Prüfstand. Elmar Huth, Vorsitzender der Vereinigung der Freien Kfz-Meisterbetriebe glaubt, dass das schlechte Abschneiden einiger Vertragswerkstätten abfärben könnte. „Kunden könnten schon denken: Wenn eine Händlerwerkstatt nicht den Fehler findet, was passiert dann erst bei einer freien?”, sagt der selbstständige Kfz-Meister. Warum die Mängel bei der ADAC-Stichprobe vielfach unentdeckt blieben, kann er nicht nachvollziehen. Dabei handele es sich um die üblichen Fehler, die bei Tests überprüft würden. „Dafür braucht man keine spezielle Schulung”.

Fazit: Einige herstellergebundenen Werkstätten arbeiten schlampig. Freie Werkstätten, geführt von eigenverantwortlichen Unternehmern , können sich solche Nachlässigkeiten nicht erlauben und arbeiten am Beispiel der PROFISERVICE WERKSTATT sorgsam und pflichtbewusst.