Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt präsentierte Peugeot zwei Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie, die die Antwort der Löwenmarke auf die aktuellen Bedürfnisse des innerstädtischen Verkehrs und des Umweltschutzes darstellt. Dass Peugeot eine lange Tradition und somit Kompetenz bei Elektroautos hat, zeigt der Blick in die Historie der französischen Automarke. Bereits vor 70 Jahren startet Peugeot die Entwicklung des ersten Serien-Pkws mit Elektroantrieb. Unter der Bezeichnung VLV (voiture légère de ville) feiert das zweisitzige City-Cabriolet im Jahr 1941 seine Premiere.
40 Jahre nach dem Achtungserfolg des VLV meldet sich die Löwenmarke bei den Elektroantrieben eindrucksvoll zurück. 1984 startet Peugeot umfangreiche Testreihen mit dem Kleinwagen 205 und zum Ende des Jahrzehnts geht der J5 als Elektrotransporter in Kleinserie. 1991 wird der J5 auch in den deutschen Großstädten Essen, Leipzig und Saarbrücken erfolgreich getestet. Energielieferant sind zu 99 Prozent recycelbare Nickel-Kadmium-Batterien.
Zum weltweit ersten Automobilhersteller, der Elektroautos in großer Auflage produziert, wird Peugeot dann ab 1993 mit dem 106 Électric. Erfolgreich vermarktet wird der emissionsfreie Kleinwagen vor allem an Behörden und Dienstleistungsunternehmen, aber auch an Privatkunden. Von dem zwischen 1995 und 2003 hergestellten 106 Électric wurden 3.500 Fahrzeuge vermarktet. Peugeot ist somit der Hersteller, der bis heute die meisten Zero-Emission-Fahrzeuge eines Modells weltweit verkauft hat.