Die relativ kleine Zielgruppe der MPU-Kandidaten – rund 0,2 Prozent der Führerscheininhaber oder ca. 100.000 Personen – bilden ein extremes Risiko im Straßenverkehr, weil sie mit sehr gefährlichem Fahrstil, stark alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen haben. „Mit dem Entzug des Führerscheins werden nicht nur sie selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer geschützt. Gleichzeitig erhalten diese Verkehrssünder die Chance, ihr Verhalten nachhaltig zu verändern und den Führerschein nicht nur wieder zu bekommen, sondern ihn auch langfristig zu behalten“, erläutert Verkehrspsychologe Laub. Die MPU unterliegt strengen Vorschriften und muss korrekt dokumentiert werden. Die Einhaltung der Qualitätskriterien wird regelmäßig von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) überprüft.