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LOTUS - schnell & leicht zum Erfolg.

LOTUS – schnell und leicht zum Erfolg.

Lotus ist eine der wenigen Gesellschaften neben Ferrari, die Grand Prix Gewinner, konkurrenzfähige Sportrennwagen und erfolgreiche Straßenfahrzeuge produzierten.

 

Vom Autohändler zum Rennwagenkonstrukteur

Colin Chapman und sein Londoner Mitstudent Colin Dare waren im Autohandel tätig, blieben aber auf einer großen Menge Gebrauchtwagen sitzen, als die damalige Regierung das Benzin rationierte. Das einzige Auto das sie überhaupt nicht loswerden konnten, war ein Austin Seven Saloon, den Chapman in einen Rennwagen umbastelte und Lotus nannte.

1949 folgte das nächste Modell, das sogar an Rennen teilnahm. Der Erfolg des Lotus MK 3 - der für die damals populären Club Rennen gebaut wurde - bewirkte eine Reihe von Nachbauten. Chapman und sein Partner gingen mit diesen Fahrzeugen in Produktion, und gründeten 1952 die Firma Lotus Engineering Co.

Die erste richtige Lotusproduktion, der MK 6, kam 1953 auf den Markt und wurde zuerst als Bausatz angeboten, im damaligen Großbritannien die preiswerteste Lösung um an ein Auto zu kommen. Der MK 6 schaffte den Durchbruch für die Firma und wurde später sogar als Komplettfahrzeug angeboten.

Der erste Serien Lotus schrieb Le Mans-Geschichte

Der erste straßentaugliche Sportwagen von Lotus in Serienproduktion war der Elite, der Ende 1958 in Produktion ging. Dieses war die erste aus Glasfiber geformte Sportwagenkarosserie der Welt. Der Elite, von der insgesamt nur 988 Stück hergestellt wurden, war eigentlich als Sportwagen gedacht, doch aufgrund seiner genialen Fahreigenschaften wurde sie unweigerlich zum Rennwagen.

Der Elite gewann den ersten und den zweiten Platz seiner Klasse in Le Mans 1961-1963.

 

1959 wurde Lotus Cars Ltd gegründet um mit dem Elite zu handeln, während Lotus Components Ltd den preiswerten Lotus MK 7 vermarktete und den Rennsport förderte.

Der Seven ist immer noch auf unseren Strassen zu sehen. Als Super Seven wird er bei Caterham in London und bei vielen anderen kleinen Betrieben bis zum heutigen Tage gebaut (pro Jahr ca. 400-600 Fahrzeuge) und ständig in kleinen Schritten weiterentwickelt.

5 Formel1 Siege – mehr hat nur Ferrari

Lotus nahm nun am Grand Prix teil und gewann seinen ersten Weltmeistertitel mit Sterling Moss 1960 in Monaco. Insgesamt gewann Lotus 75 Weltmeisterschafts-Grand Prix, ein Rekord der bisher nur von Ferrari geschlagen wurde.

In den sechziger Jahren, veränderte sich der Schwerpunkt der Firma vom Renn- zum Straßenwagen. 1962 begann die Produktion des Lotus Cortina, eine Hochleistungsversion von Fords braver Mittelklasselimousine mit Rennerfolgen unter dem Namen Team Lotus. 1963 begann die Produktion des Lotus Elan, der wie der Cortina, mit Fordmotor mit doppelter Nockenwelle gebaut wurde. Bekannt wurde er als Fahrzeug von „Emma Peel“ aus der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“.

In den folgenden Jahren erschienen weitere Straßenmodelle, wie der flunderflache Europa, der mit einem Mittelmotor aus dem biederen Renault 16 unglaubliche Fahrleistungen erreichte. Der Esprit, der von 1976 bis 2003 gebaut wurde, machte Karriere als „James-Bond-Auto“ in „Der Spion der mich liebte“ und „In tödlicher Mission“. Vom Zweiliter Vierzylinder mit 160 PS bis zum 3,5 Liter V8 Bi-Turbo mit 350 PS wurden hier Motoren aus eigener Produktion verwendet.

1971 wurde die in Schwierigkeiten geratene Firmentochter Lotus Racing geschlossen, was das Ende der Privatrennwagenproduktion bedeutete.

In der Riege der Super Sportwagen

In den Siebzigern und frühen Achtzigern veränderte sich das Gesicht von Lotus. Die Autos gehörten jetzt zur Oberklasse und die Firma begann mehr Auftragsarbeiten für andere Autohersteller auszuführen. Lotus hatte einen guten Ruf für Innovationen und Konstruktionstechniken. der dem Einfallsreichtum Chapmans zu verdanken war.

Colin Chapman starb 1982, aber die Lotus Group, angeführt vom dynamischen Michael Kimberley, führte seine Ideen weiter.

Ende 1985 wurde General Motors zum Mehrheitseigner von Lotus. Im August 1993 verkaufte GM die Firma an die ACBN Holdings S.A. des italienischen Unternehmers Romano Artioli, dem auch Bugatti gehörte. 1996 übernahm der malaysische Automobilhersteller PROTON die Mehrheit an Lotus.

Der aktuelle Lotus Elise trägt alle Züge und Merkmale, die einen echten Lotus ausmachen. Die Elise ist eine Klasse für sich – genau das wollte Colin Chapman immer erreichen. Seine Seele steckt noch bis heute in jedem Lotus....gas