Langfinger greifen vermehrt Navis ab. Mobile GPS-Geräte wie TomTom & Co sind auch bei Autoknackern sehr beliebt.
Navigationsgeräte in Autos finden immer häufiger das Interesse von Dieben – Radiogeräte werden heute kaum noch geklaut. Innerhalb von Sekunden haben Profis mobile Geräte inklusive Kabel und Halterung gegriffen und sich aus dem Staub gemacht. Angesichts der Zahlen legte das LKA eine Liste von Tipps gegen den Aufbruch von Autos mit Navigationsgeräten vor. So sollten mobile Geräte nicht im unbewachten Auto gelassen werden - auch nicht in einem Versteck. Erfahrenen Dieben seien diese Verstecke bekannt.
Auch die Halterung muss raus.
Unbedingt sollten auch die Halterungen für mobile Navigationsgeräte entfernt werden. Leere Halterungen reizten Diebe ebenfalls zum Autoaufbruch. Außerdem rät die Polizei den Besitzern, die individuellen Nummern ihres Gerätes zu notieren und am besten das Gerät zu fotografieren. Wer Unbekannte sieht, die nachts in Autos leuchteten, sollte die Polizei informieren.
Kein Versicherungsschutz.
Ist ein mobiles Navigationsgerät aus dem Auto entwendet worden, hilft auch die Versicherung nicht weiter. Denn dieses ist kein fester Bestandteil des Fahrzeugs und somit nicht über die Kaskoversicherung abgedeckt – auch dann nicht, wenn es versteckt im Handschuhfach oder im Kofferraum lag. Das Argument, dass mobile Geräte über die Halterung mit dem Auto verbunden seien, zählt nicht. Bei fest installierten Navigationsgeräten hingegen sind Schäden über die Teilkasko-Versicherung abgedeckt, wobei jedoch nicht der Neuwert, sondern lediglich der Zeitwert ersetzt wird.
Tipps von der Polizei
Die Tipps finden sich auch in einem Faltblatt „Bremsen Sie Diebe rechtzeitig aus“, den die örtlichen Polizeidienststellen im Rahmen eines Programms von Bund und Ländern zur Kriminalprävention bereithalten. Die Polizei verteilt dabei auch eine Million Anti-Klau- Anhänger für den Rückspiegel. Sie sollten Autofahrer daran erinnern, Wertvolles aus dem Wagen zu nehmen, und Dieben signalisieren, dass es nichts zu stehlen gibt. Im Internet finden sich die Tipps unter www.polizei-beratung.de.