Auto & Kosten

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Hagelschäden: Juni, Juli und August wird´s besonders stürmisch

Auf Sonnenschein folgt Regen, auf Hitze oftmals Gewitter und im Sommer geht der Wolkenbruch häufig auch noch mit einem kräftigen Hagelschauer einher. Gift für Autofahrer. Vor allem während der Fahrt, oder wenn der eigene Wagen ungeschützt im Freien parken muss. Hagelstürme können innerhalb kurzer Zeit enorme Schäden verursachen, warnt der ADAC deshalb jetzt wieder. Besonders in den Monaten Juni, Juli und August sei damit verstärkt zu rechnen.

Autodach unter schwerem Hagelregen

Vorsicht Hagel: In den nächsten Monaten müssen Autofahrer wieder verstärkt mit extremen Niederschlägen rechnen

Autodach unter schwerem Hagelregen

Vorsicht Hagel: In den nächsten Monaten müssen Autofahrer wieder verstärkt mit extremen Niederschlägen rechnen

Mit dem Sommer kommt leider auch der Hagel. Die Hagelstürme treten zwar oft lokal auf, die Schäden sind gleichwohl immens. Vor allem Autofahrer kennen die Gefahr: Der Hagel kann Dellen im Blech, meist auf dem Dach, der Motorhaube oder dem Kofferraumdeckel, verursachen. Besonders teuer können laut dem ADAC Glasschäden werden. Durch eine zersplitterte Front- oder Heckscheibe könne schnell Regen ins Auto eindringen und erheblichen Schaden verursachen. Auch kleine Risse im Glas vergrößern sich rasch und sollten daher umgehend repariert werden – am besten in einer Fachwerkstatt.

Dem ADAC zufolge waren die Schäden durch Unwetter in 2021 besonders hoch. Aber auch der langfristige Trend sei eindeutig: mehr Hagelstürme, mehr Schäden. Deswegen würden auch die Reparaturen der Fahrzeuge teurer. Erklärung: Zum einen werden Extremwettereignisse häufiger und Hagelkörner größer. Zum anderen führten dünnere Karosseriebleche zu schwereren Schäden und steigenden Reparaturkosten.

Insgesamt haben Sturm und Hagel nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2021 rund 400.000 Schäden an Kraftfahrzeugen in Deutschland verursacht. Die Kosten lagen bei etwa 1,3 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf einen einzigen Monat. Im Juni letzten Jahres trafen starke Unwetter die Autofahrer besonders hart.

Im Fall der Fälle sollten betroffene Autofahrer den Hagelschaden umgehend dokumentieren. Die ADAC-Versicherungsexperten empfehlen, das beschädigte Fahrzeug von allen Seiten zu fotografieren und Nahaufnahmen aller Stellen mit besonders großen Hagelschäden anzufertigen. Zudem sollten Zeitpunkt des Hagelsturms und der exakte Ort notiert werden, an dem sich das Fahrzeug während des Unwetters befand.

Ist der Schaden dokumentiert sollte der Hagelschaden zeitnah der Versicherung gemeldet werden. Das sei in der Regel schnell und einfach online möglich. Handelt es sich um ein Leasingfahrzeug, muss der Schaden zusätzlich auch dem zuständigen Leasinggeber gemeldet werden.

I.d.R. erfolgt dann ein Besichtigungstermin durch einen Gutachter der Versicherung. Nach großen Unwettern können die Versicherer auch Sammelbesichtigungen einrichten, bei denen alle hagelbeschädigten Fahrzeuge an einem zentralen Ort begutachtet werden.

Um die Schäden für den Gutachter deutlich sichtbar zu machen, sollten betroffene Autofahrer die Besichtigung des Fahrzeugs gut vorbereiten. Beispielsweise sei es ratsam mit dem hagelgeschädigten Wagen durch die Waschstraße zu fahren, damit gesprungene Autoscheiben, Dellen oder abgeplatzte Stellen im Lack besser sichtbar werden. Des Weiteren benötigt der Gutachter detaillierte Fahrzeugdaten aus den Fahrzeugpapieren, um Reparaturkosten, Wertminderung oder Restwert des Pkw korrekt einschätzen zu können.

Quelle: ADAC, Foto: Fotolia

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