Augen auf beim Räderkauf

Wer jetzt noch keine Winterreifen hat, oder wieder neue braucht, muss jetzt aber fix zuschlagen. Vielerorts ist bereits der erste Schnee gefallen und die ersten Glatteisunfälle haben schon ihre Opfer gefunden. Praktisch ist es Winterreifen, bereits vormontiert auf Stahlfelgen zu kaufen - doch hier ist Vorsicht geboten.


Vorsicht beim Kauf von Billig-Stahlrädern

Es ist ist so einfach und preiswert - für die meisten Automodelle gibt es Winterreifen bereits vormontiert auf Stahlfelgen. Ist es an der Zeit von Sommer- auf Winterreifen oder andersherum zu wechseln, werden die Räder im Handumdrehen von der Werkstatt oder selbst umgeschraubt und das Fahrzeug steht wieder bereit. Doch Vorsicht, Stahlräder sind nicht gleich Stahlräder. Die Kronprinz GmbH, einer von Europas grössten Hersteller von Stahlrädern, warnt vor billigen Felgen aus China oder Indien - diese sind deutlich schwerer und können deutlich weniger Gewicht tragen, als die Originale.

 

Bei den Markenprodukten der bekannten Hersteller handelte es sich in der Vergangenheit um sogenannte Identräder, die mit denen der Erstausrüster vollkommen identisch sind. Eine gesonderte ABE war daher auch nicht nötig. Die jetzt auf dem Markt aufgetauchten Stahlräder aus asiatischer Fertigung weichen auch optisch von den Identrädern ab und sind aufgrund einfacherer Werkstoffe deutlich schwerer. Der sicherheitsrelevante Teil ist vor allem die erhebliche Abweichung der zulässigen Tragfähigkeit.

 

Ein Beispiel ist das Rad für einen VW Golf: Das Serienrad erfüllt die benötigte Radlast von 625 Kilogramm, das preiswerte Gegenstück aus Asien hingegen darf nur 555 Kilo tragen - das sind fette 280 Kilo weniger zulässiges Gesamtgewicht für den Golf. Sollten dies Räder genutzt werden, muss der Verkäufer ein Sondergutachten mitliefern und darauf hinweisen, dass weniger Zuladung für das jeweilige Fahrzeug erlaubt sind.

 

Foto: ADAC