HU: Austretendes Öl und fehlerhafte Beleuchtung häufigste Mängel

Alle zwei Jahre muss das Auto zum TÜV. Jedes Jahr listet der TÜV-Report die größten Verfehlungen auf, wenn die Fahrzeuge auf den Prüfstand bei der Hauptuntersuchung (HU) müssen. Obwohl sich der Zustand der Autos im Allgemeinen etwas verbessert hat, gibt es nach wie vor eine ganze Reihe nicht mehr verkehrstüchtiger Wagen, denen die neue Plakette verweigert wird oder, noch schlimmer, die gleich ganz stillgelegt werden müssen.


Deshalb lohnt vor dem Gang zur HU der Besuch in einem Kfz-Meisterbetrieb. Fachkundiges und geschultes Personal weiß, worauf es beim TÜV ankommt, welche Kriterien wichtig sind und vor allem bei welchen Mängeln die Rote Karte gezogen wird.  

 

Nicht von ungefähr ist jetzt zum zweiten Mal in den aktuellen TÜV-Report die neue Kategorie des „gefährlichen Mangels“ eingeflossen. Ein „gefährlicher Mangel“ wiegt schwerer als ein „erheblicher Mangel“, führt aber nicht zur Stilllegung des Fahrzeugs („verkehrsunsicher“). Halter müssen „gefährliche Mängel“ wie beispielsweise stark verschlissene Bremsscheiben, instabile Verankerungen der Sicherheitsgurte, defekte Bremsleuchten oder stark beschädigte Reifen „unverzüglich“ in einer Fachwerkstatt beheben lassen.

 

Wie bei den „erheblichen Mängeln“ muss das Auto ebenfalls innerhalb eines Monats erneut vorgeführt werden und erhält erst dann eine neue Plakette. Laut dem TÜV-Report 2021 ist der Anteil der Fahrzeuge mit „gefährlichen Mängeln“ gleichgeblieben und liegt wie im Vorjahr bei 0,4 Prozent. Das entspricht immerhin rund 85.000 Pkw.

 

Ansonsten stoßen die HU-Experten immer wieder auf die gleichen Mängel. Zu den Fehlerklassikern und somit auch zu den häufigsten Beanstandungen der TÜV-Sachverständigen gehört bei der HU austretendes Öl an Motor oder Getriebe. Vor allem ältere Autos sind davon betroffen. Dadurch droht gleich doppelt Gefahr: Denn Ölverluste wirken bei Fahrzeugen brandbeschleunigend und belasten zudem die Umwelt.

 

Die Reparatur von Undichtigkeiten könne zwar kostspielig sein, sollte jedoch trotzdem nicht auf die lange Bank geschoben werden. Mängel an der Beleuchtung zählen ebenso zu den Dauerbrennern auf den TÜV-Prüfstellen. Gerade bei älteren Fahrzeugen werden häufig die Rück- und Bremslichter beanstandet. So komme es beim vorderen Abblendlicht nicht nur auf die Funktion an, sondern auch auf die richtige Einstellung. Sitzen die Scheinwerfer zu hoch oder zu tief, können entgegenkommende Verkehrsteilnehmer geblendet werden. Abgenutzte Bremsscheiben oder Defekte an den Bremsleitungen sind weitere Mängel, die häufig dazu führen, dass Autos bei der HU durchfallen.

 

Für den TÜV-Report 2021 sind rund 8,8 Millionen Hauptuntersuchungen von Pkw ausgewertet worden, die von Juli 2019 bis Juni 2020 durchgeführt wurden. Basis der Rankings in 5 Altersklassen sind 18 ausgewählte, besonders relevante Mängel. Untersucht wurden in diesem Jahr 228 verschiedene Fahrzeugmodelle.

 

Quelle: Vd TÜV, Foto: Coparts


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