Ka ... Ka ... Kassenschlager


Ka ... Ka ... Kassenschlager

Bond oder blond? - Der Ka ist nur für Frauenhände viel zu schade! Foto: Ford

Nach zwölf Jahren Ka bringt Ford einen Nachfolger für den Ka, der bei seiner Einführung 1996 ein Maximum an modern-modischem Kleinwagen repräsentierte. Nur der lächelnde Twingo war damals ein Konkurrent auf designmäßiger Augenhöhe. Doch die Zeiten haben sich geändert: Heute bevölkern gut aussehende Retro-Flitzer à la Cinquecento und durchdachte Kleinwagen nach Art des Toyota Aygo den Markt, die auch technisch brillieren. Da muss man einiges bieten. Das dachte sich auch jüngst Bond-Girl Olga Kurylenko und kutschierte den neuen Winzling aus Köln in dem Streifen „Ein Quantum Trost“ über die Kinoleinwand. Ich durfte es als Mann Olga gleichtun und den Ka vor dem offiziellen Verkaufsstart über Hamburgs Straßen chauffieren.

 

 

Die Maße des zweiten Generation sind mit der ersten nahezu identisch. Das Styling ist dank der vielen flotten Mitbewerber nicht mehr ganz so revolutionär, aber absolut gelungen und wie derzeit bei Ford üblich sehr dynamisch. Mittels der zur Verfügung stehenden Farbpalette und allerlei anderen Design-Optionen lässt sich für die Generation-iPod ein sehr livestyliges und individuelles Aussehen kreieren. Auch das Innere mit einem bunten, aber gelungenen Materialmix zeigt, dass der Ka insbesondere jüngeren Fahrerrinnen, die nicht zwingend Bond-Girl sein müssen, ansprechen soll.

 

Ich nehme Platz und sitze recht hoch. Die Sitze sind klein und die Auflagefläche für die Oberschenkel recht kurz. Dafür sind sie straff, was man nicht bei allen Kleinwagen findet. Meine Kopilotin freut sich dank des geschickt geformten Handschuhfachs über mehr Beinfreiheit als man erwartet. Hinten finden sich zwei Sitzplätze, die für Kinder oder Kurzstrecken geeignet sind. Bei einer Gesamtlänge von 3,62 Metern, mit denen man wirklich leicht einen Parkplatz findet, und gerade mal 230 Zentimetern Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse muss man beim Platzanspruch die Kirche im Dorf lassen. Im Betrieb für zwei Passagiere sind das Raumgefühl und die Sitzposition gut und durchaus angenehm. Die geschmackvollen Instrumente sind übersichtlich, und die Bedienung kann sofort nach dem Einsteigen intuitiv erfolgen – alles ist da, wo man es erwartet. Das Gepäckabteil ist mit 224 Litern für einen Wagen dieses Formats angemessen geräumig. Klappt man die Rücksitze um, werden gar 710 Liter daraus.

 

 

Das Fahrwerk fällt angenehm auf, indem es nicht auffällt. Der Ka hat dieses mit dem Fiat Cinquecento gemein und verbindet Komfort und Sportlichkeit miteinander. Der Kölner kann es sogar noch einen Tick besser als der Italiener. Auch die Lenkung fühlt sich direkter an. Wenn man den Kleinen richtig um die Kurven zwingt, dann schiebt er gutmütig über die Vorderräder, das Heck bricht nicht aus. Der Benziner mit 1.242 Kubikzentimetern Hubraum und 69 PS macht den Ka nicht zum Sportwagen, aber wenn man auch mal die 2.000 Touren Drehzahl überschreitet, dann kann man flott von Fleck kommen. Das Triebwerk hält sich akustisch im Hintergrund, sodass der Ka auch bei höherer Drehzahl nicht zur Dröhnkiste wird. Da der Schalthebel des 5-Gang-Getriebes erhöht angebracht ist, geht das Wechseln mit dem sauber geführten Schaltapparat gut von der Hand.

 

 

Ab 9.750 Euro geht es beim Ka los. Die Investition von zusätzlichen 1.000 Euro in das Titanium-Paket lohnt sich aber dank Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung und schmucken 15-Zoll-Rädern absolut.