Kfz-Versicherung: Mehr als 9 Millionen Autofahrer mit neuen Regionalklassen

Des einen Freud, des anderen Leid. Die Auto-Versicherer haben die neuen Regionalklassen für die Kfz-Versicherung festgelegt. Demnach profitieren in 2020 rund 5,1 Millionen Halter von der neuen Einteilung, für etwa 4,2 Millionen Autofahrer wird es indes teurer, teilte jetzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit.


Laut GDV-Regionalstatistik kracht es in Großstädten am häufigsten

Wo verursachen Autofahrer viele und teure Schäden, wo kracht es nur selten? Um das herauszufinden, berechnet der GDV jedes Jahr die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt die Bezirke in Regionalklassen ein. Demnach bleibt für die große Mehrheit der Autofahrer alles beim alten. Knapp 32 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte in 309 Zulassungsbezirken werden wie im Vorjahr eingestuft.

 

Positiv: Laut der aktuellen GDV-Regionalstatistik dürfen sich rund 5,1 Millionen Autofahrer in 54 Bezirken im kommenden Jahr über bessere Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung freuen. Bitter: Rund 4,2 Millionen Fahrer in 50 Bezirken werden allerdings heraufgestuft.

 

Besonders gute Schadenbilanzen erreichten Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker des GDV für die Uckermark in Brandenburg – hier waren die Schäden fast ein Drittel niedriger als im bundesweiten Durchschnitt. Hohe Regionalklassen gelten insbesondere in Großstädten wie Hamburg und München sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hatte Berlin, wo die Schäden rund ein Drittel höher waren als im Bundesdurchschnitt.

 

Grundsätzlich gilt: Je besser die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen.

 

In den Kasko-Versicherungen ändert sich durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik wenig: Für fast 30 Millionen der rund 36 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen in niedrigere, rund 3,3 Millionen in höhere Regionalklassen.

 

Quelle und Foto: GDV