Mobilität besonders im Alter wichtig

Automobilclubs haben Bund, Länder und Gemeinden dazu aufgerufen, sich im Verkehrssektor stärker als bisher auf die Erfordernisse der älteren Autofahrer einzustellen. Bisher sind weder Verkehrswege noch Mobilitätsangebote besonders altersgerecht entwickelt worden. Die Automobilclubs fordern insbesondere Seniorenverbände auf, sich verstärkt in die Verkehrsplanung einzuschalten.


Mehr Bürgerinteresse für eine Mobilität im Alter gefordert

Insbesondere Seniorenverbände sind aufgefordert sich verstärkt in die Verkehrsplanung einzuschalten. Kommunen und Kreise ihrerseits sollten sich den Möglichkeiten einer entsprechenden Bürgerbeteiligung öffnen. Wünschenswert ist eine Verkehrswelt, die im Konsens der Generationen gestaltet wird. Die Vereine sind überzeugt, dass die Bedeutung der Automobilität Älterer noch wachsen wird. Von den Menschen im Alter über 65 Jahren bevorzugen momentan etwa  85 Prozent die Fortbewegung im eigenen Fahrzeug. Nur 24 Prozent fahren demnach auch mit Bus und Bahn, 10 Prozent lassen sich von anderen in deren Wagen mitnehmen.

Von einem generell vorgeschriebenen „Senioren-TÜV“, also einer altersbezogenen Pflichtuntersuchung für Kraftfahrer, halten die Verbände nichts. Ab einem gewissen Alter sollten sich Autofahrer regelmässig freiwillig untersuchen lassen. Je weniger Senioren dem nachkommen, sich freiwillig Gewissheit über die eigene Fahrtauglichkeit zu verschaffen, desto wahrscheinlicher ist es, dass bei diesem Thema früher oder später der Gesetzgeber auf den Plan trete. Bislang haben leider nur 10 Prozent der über 65-Jährigen mit ihrem Hausarzt schon einmal über den Zusammenhang von Gesundheitszustand und Fahrtauglichkeit gesprochen.

Die Befähigung zur Automobilität ist eigentlich keine Frage des Alters, sondern eher eine Frage der persönlichen und gesundheitlichen Verfassung. Man sieht darin auch Chancen für die Festigung des sozialen Zusammenhalts und zur Erlangung persönlicher Zufriedenheit. Wer den Lenker plötzlich aus der Hand geben muss, verliert seine Kontakte und kann darüber depressiv werden.

Ältere Verkehrsteilnehmer gleichen Beeinträchtigungen und Risiken zum größten Teil durch mehr Erfahrung und besondere Vorsicht aus. Die Unfallbeteiligung der Gruppe der über 65-Jährigen liegt auch dank deren geringeren Fahrleistung bei nur 11 Prozent, obgleich der Bevölkerungsanteil der über 65-jährigen heute schon 21 Prozent ausmacht.

In weniger als 30 Jahren wird bereits ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Wenn man in diesen demografischen Wandel nicht unvorbereitet hineinrutschen wollen, sollten man die Wege in eine neue Verkehrswelt zügig voran treiben. Wie bereits bei der Rentenfinanzierung, verdrängen Politiker im Bereich Auto und Verkehr gern die Folgen gesellschaftlicher, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen.

Foto: Schaeferpress


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