Versicherungswechsel: Vorsicht Falle


Versicherungswechsel: Vorsicht Falle

Foto: ADAC

Kurz vor dem Jahresende sind die deutschen Autofahrer wieder im Wechselfieber. Möglich ist der Wechsel des Kfz-Versicherers meist zum Ende des Kalenderjahres, da die meisten Versicherungsverträge vom 1. Januar bis zum 31. Dezember laufen. In diesem Fall muss die Kündigung spätestens bis  zum 30. November bei der Versicherungsgesellschaft vorliegen.

Wer hier nur nach dem Preis schaut kann aber auf die Nase fallen. Der ADAC gibt wichtige Tipps, worauf man bei einem Wechsel unbedingt achten soll:

  • Die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme ist in keinem Fall ausreichend. Sie sollte mindestens 50, besser noch 100 Millionen Euro betragen.
  • Die Neuwertentschädigung sollte bei Totalschaden oder Diebstahl mindestens bei sechs Monaten liegen. In guten Verträgen umfasst der Schutz mindestens zwölf Monate.
  •  Die bei Unfällen entstandenen Schäden sollten in der Kaskoversicherung auch bei grober Fahrlässigkeit übernommen werden. Ausgenommen sind hierbei generell herbeigeführter Diebstahl (z.B. Schlüssel steckte im Auto) sowie das Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss.
  • Freie Werkstattwahl: Wurde eine Werkstattbindung vereinbart, schreibt die Versicherung die Reparaturwerkstatt vor. Das kann unter anderem zu Problemen bei Leasingfahrzeugen führen. Wird keine vom Hersteller autorisierte Werkstatt beauftragt, verweigert der Hersteller möglicherweise Kulanzleistungen.
  • Einige Versicherer leisten in der Teilkasko nur für Schäden bei Wildunfällen. Viele Anbieter erstatten auch Schäden durch Kollisionen mit Tieren aller Art sowie Marderbiss.
  • Sehr günstige Policen haben oft schlechte Rückstufungen. Autofahrer sollten deshalb prüfen, wie weit sie nach einem Schadenfall zurückgestuft werden.
  • Rabattschutz sorgt dafür, dass Autofahrer nach einem Schaden nicht in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft werden.
  • Erweiterter Haftpflichtversicherungsschutz bei Unfällen mit Mietwagen im europäischen Ausland sollte in den Versicherungsbedingungen enthalten sein (Mallorca-Police).