Hagelschaden am Auto: Was tun, wenn es zu spät ist?

Alles Gute kommt von oben? Nicht immer. Nach der Hitzewelle folgen meist Blitz und Donner. Wenn warme auf kühlere Luft trifft kracht es nicht nur gewaltig, sondern das Gewitter kann auch mächtige Hagelkörner produzieren, die dann auf die Umwelt niederprasseln. Was Autofahrer tun können, wenn ihr Fahrzeug durch Hagel beschädigt wurde, lesen Sie hier!


Geschädigte sollten den Hagelschaden sofort nach dem Unwetter direkt vor Ort umfassend dokumentieren

Das Blech ist mit Beulen durchsetzt, der Lack ruiniert – Autos die schutzlos einem Hagelschauer ausgesetzt waren, müssen meist zum Dellen-Doktor. Selbst wenn eine sofortige Reparatur notwendig ist, fahren Sie nicht einfach so in die Fachwerkstatt und lassen Sie dort Ihren Wagen instandsetzen, sondern warten Sie die Rückmeldung Ihrer Versicherung ab.

 

Denn in den meisten Fällen, schickt die Assekuranz einen Gutachter, der Schaden bewerten und einordnen soll. Deshalb ist die erste Autofahrerpflicht, zuvor den Hagelschaden direkt vor Ort umfassend zu dokumentieren. Dies sollte wenn möglich umgehend nach dem Unwetter geschehen, um bestenfalls den niedergegangenen Hagel am oder auf dem Auto im Foto festhalten zu können. Ziehen Sie nach Möglichkeit auch ein, zwei Zeugen hinzu und notieren Sie den exakten Ort und die Uhrzeit, damit die Versicherung den Schaden auch dem Unwetter zweifelsfrei zuordnen kann.

 

Haben Sie alle notwendigen Fotos und Daten zusammen, sollte der Hagelschaden unverzüglich, möglichst noch am selben Tag, der Versicherung gemeldet werden. Die Teil- oder Vollkasko kommt für derartige Beschädigungen auf, der Halter ist lediglich tarifabhängig mit seinem individuellen Selbstbehalt dabei. Wer nur eine Kfz-Haftpflicht hat, schaut bei der Übernahme der Reparaturkosten indes in die Röhre.

 

Foto: Fotolia