Sommerreifentest: Es muss nicht immer Premium sein

Geiz ist manchmal doch geil. Pünktlich vor Beginn der Reifenwechselsaison haben der Auto Club Europa (ACE) und die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) die Pneus von den Branchenriesen für den kommenden Sommer getestet. Im Fokus: Preisgünstigere Marken bekannter Hersteller. Ergebnis: Es muss nicht immer Premium sein!


Die Tests fanden im November 2019 auf dem Bridgestone-Gelände in Italien statt

Von „Ostern bis Oktober“ lautet die goldene Regel für die Einsatzzeit von Sommerreifen - in Zeiten der Corona-Krise allerdings nur noch bedingt gültig. Sobald der Shutdown indes gelockert wird, geht’s dann sicher um so schneller wieder los. Steht vor dem Werkstatt-Termin noch der Reifenkauf an, sollte auf Qualität geachtet werden. Zeit genug, sich ein passendes Produkt auszusuchen, dürften etliche Autofahrer im Moment haben.

 

Dabei gilt: Finger weg von Billigware aus dem Netz oder vermeintlichen Schnäppchen aus dem branchenfremden Einzelhandel. Eine Alternative sind zum Beispiel die Zweitmarken der großen Hersteller. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest Deutschlands zweitgrößter Autoclub und die GTÜ in einem aktuellen Test.

 

Getestet wurden Reifen der Dimension 215/55 R17 für kleine SUV und Mittelklasse-Kombis. Kriterien: Sicherheit bei Nässe und Trockenheit, Preis, Umwelt und Wirtschaftlichkeit. Fazit: Auch die Zweitmarken der großen Reifenhersteller liefern solide Ergebnisse. Doch am Ende ist ein Reifen aus Taiwan vorn: Testsieger mit der Bestnote „sehr empfehlenswert“ ist der Maxxis Premitra 5. Preis für den Satz: 360 Euro.

 

Dass auch bei den großen Konzernen gute Qualität zu günstigen Preisen zu haben ist, zeigt beispielsweise der Sava Intensa UHP2. Zumal es laut ACE und GTÜ für die Verkehrssicherheit besser ist, öfter einen guten und günstigeren Reifen zu kaufen als den Premiumreifen bis auf die Karkasse abzufahren.

 

Quelle: ACE, GTÜ, Foto: ACE