Auto & Kosten

Bußgelder: Im Ausland wird’s besonders teuer

Summertime and the living is easy. Trotz oder wegen Corona geht’s auch in diesem Jahr verstärkt mit dem eigenen Auto in die Ferien. So ganz wie nach dem Refrain des altbekannten Sommerhits läuft es auf den Straßen allerdings nicht ab. Zwar ist der Sommerurlaub in aller Munde, doch neben den unvermeidlichen Staus müssen Autofahrer bei Verstößen besonders im Ausland mit zum Teil heftigen Strafen rechnen.

Urlaub mit dem Auto erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Neben Deutschland stehen vor allem Urlaubsregionen bei den Nachbarn und in Südeuropa auf dem Plan. Dabei müssen Autofahrer wissen: In vielen Ländern werden Reisende deutlich kräftiger zur Kasse gebeten, wenn sie sich nicht an die jeweiligen Verkehrsregeln halten. Der ADAC informiert, wo Verkehrssünden besonders teuer werden.

Zu den typischen Delikten zählen die Klassiker Alkohol am Steuer, falsches Parken sowie Tempo- und Rotlichtverstöße. Gerade in diesen Bereichen unterscheiden sich die erhobenen Strafen und Bußgelder zum Teil exorbitant von der vergleichbaren Ordnungswidrigkeit hierzulande. In einigen Ländern werden schnell dreistellige Strafzettel ausgestellt, mancherorts kann es sogar in die Tausender gehen. Traditionell werden Verkehrssünder speziell in Skandinavischen Ländern und der Schweiz kräftig zur Kasse gebeten.

Die strengsten Promille-Regeln gibt es dagegen in etlichen Ländern Ost- und Südosteuropas. In Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Rumänien gilt eine 0,0 Promille-Grenze. Die Strafen können in vielen Ländern richtig teuer werden. In Großbritannien etwa gibt es keine Obergrenze, in Dänemark kann das Bußgeld einen Monatsverdienst ausmachen. Mächtig bluten müssen Alkoholsünder auch in der Schweiz (ab 545 Euro), Italien (ab 535 Euro) und in Kroatien (ab 405 Euro).

Die höchsten Bußgelder wegen Tempoüberschreitungen werden in Norwegen, Schweden, Italien und der Schweiz fällig. Wer in Norwegen 20 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit einer Strafe von mehr als 460 Euro rechnen. In Schweden kostet das gleiche Vergehen über 235 Euro. Weitaus empfindlicher fallen die Strafen aus, wenn man über 50 km/h zu schnell gefahren ist. In Österreich wird sogar ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2180 Euro fällig. In Spanien ist man ab 600 Euro dabei und in der Schweiz müssen mehr als 60 Tagessätze je nach Monatsverdienst verkraftet werden.

Auch das Überfahren einer roten Ampel kann schnell große Löcher in die Urlaubskasse reißen. Rotlichtsünder müssen etwa in Kroatien ab 405 Euro Bußgeld bezahlen, in Norwegen sind es 670 und in Griechenland 700 Euro. Falsches Parken kann ebenfalls richtig ins Geld gehen. In Ungarn wird es mit bis 275 Euro besonders kostspielig, ebenso in Rumänien mit bis 230 Euro sowie in Spanien mit bis zu 200 Euro.

Wer jetzt glaubt, er könne sein ausländisches Ticket einfach ignorieren, sei gewarnt. Laut dem ADAC setzen inzwischen alle EU-Mitgliedstaaten die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von Geldbußen um. Daher können grundsätzlich Bußgelder aus allen EU-Staaten auch in Deutschland zwangsweise eingetrieben werden. Vollstreckt werden Geldbußen ab einem Betrag von mindestens 70 Euro. Ausnahme ist Österreich: Hier beginnt die Grenze bereits bei 25 Euro. Der ADAC rät, bei fehlerhaften Bußgeldbescheiden juristischen Beistand zu suchen und gegebenenfalls schnellstmöglich Einspruch einzulegen.

Quelle: ADAC, Foto: Fotolia

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