Auto-Batterie: Im Winter muss der Akku Schwerstarbeit leisten

Deutschland im Tiefkühlschock. Bibber-Temperaturen und Dauerfrost machen auch den Autofahrern schwer zu schaffen. Besonders die Batterie wird im Winter stark beansprucht und gilt als einer der größten Schwachstellen in der kalten Jahreszeit. Deshalb benötigt der Akku gerade jetzt spezielle Hege und Pflege.


Wenn es mit der Starthilfe nicht klappt und ein Batteriewechsel unvermeidbar ist, ist es ratsam den Austausch in einer Fachwerkstatt durchführen zu lassen

Gerade bei Minusgraden quittiert die Batterie vergleichsweise oft ihren Dienst. Mit einem Startkabel überbrücken, um den Wagen wieder in die Gänge zu bekommen, ist nahezu bei allen Fahrzeughaltern die erste Maßnahme. Auch wenn es einfach erscheint, sollte die Erste Hilfe fürs Auto jedoch wohl bedacht durchgeführt werden.

Springt der Wagen nicht an, zuerst die Bedienungsanleitung studieren und Hinweise in puncto Starthilfe einholen. Wer nicht Pannenhilfe oder Werkstatt hinzuziehen will, sondern lieber selbst Hand anlegen möchte, sollte dies mit einem geeigneten Starthilfekabel tun.

Der ADAC empfiehlt nur nach DIN genormte Kabel zu verwenden. Motoren mit einem Hubraum von mehr als 2,5 Liter sollten mit einem Starthilfekabel überbrückt werden dessen Querschnitt mindestens 16 mm2 beträgt, bei allen Diesel-Pkw werden mindestens 25 mm2 empfohlen.

Vorsicht: Beim Überbrücken nicht Plus- und Minus-Pol vertauschen. Sowohl in der Bedienungsanleitung als auch auf den Batterien sind die entsprechenden Stellen für die Anschlüsse zu finden bzw. markiert. Andernfalls können Kurzschluss oder Funkenschlag die Folge sein. Im Extremfall können sogar Bordelektronik oder Batterie zerstört werden.

Und so geht’s:

Zunächst die Verbindung der beiden Pluspole mit dem roten Kabel herstellen. Anschließend mit dem schwarzen Kabel den Minuspol des Spenderfahrzeuges mit einem „Massepunkt“, vorzugsweise einem Metallteil am Motorblock des Pannenfahrzeugs verbinden. Sind beide Kabel richtig angeschlossen zuerst den Motor des Spenderfahrzeugs anlassen und ein paar Minuten laufen lassen. Dann den Pannenwagen starten.

Läuft der Motor wieder im Pannenfahrzeug einen starken elektrischen Verbraucher wie Licht oder Gebläse einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden, die ggfs. elektronische Bauteile beschädigen könnten. Danach zuerst das schwarze Minuskabel abnehmen, anschließend das rotes Pluskabel entfernen und nicht benötigte elektrische Verbraucher wieder ausschalten. Um den nächsten Stotterstart zu vermeiden, muss die Batterie wieder aufgeladen werden. Dies lässt sich mit einer längeren Fahrt (mindestens 20 Minuten) oder einem geeigneten Ladengerät bewerkstelligen.

Ist ein Batteriewechsel unvermeidbar, ist es ratsam den Austausch in einem Kfz-Meisterbetrieb durchführen zu lassen. Dort ist  spezielles technisches Gerät vorhanden, um die Spannung und somit auch die individuellen Fahrzeugdaten und spezifischen Einstellungen auszulesen und zu erhalten.

Quelle: ADAC, Foto: Fotolia