Neue Regeln 2: Abschnittskontrolle und E-Mobile mit Sound

Neues Jahr, neues Glück? Wer weiß. Für Autofahrer bedeutet es in jedem Falle jedoch viele neue Gesetze, Bestimmungen und Regeln. Was sich alles in 2019 ändert, erfahren Sie hier im zweiten Teil unserer Übersicht.


Niedersachsen startet als erstes Bundesland ab Mitte Januar 2019 das Pilotprojekt „Section Control“ gegen Temposünder

Erfreulich ist, dass es sich nicht bei jeder neuen Verordnung um eine Verschlechterung oder Verteuerung handelt, sondern gerade auch in 2019 einige Neuerungen kommen, die das Auto-Leben spürbar verbessern und vereinfachen.

So soll der lästige und oftmals zeitraubende Gang zum Amt der Vergangenheit angehören, zumindest wenn es um die Zulassung geht. Denn die Anmeldung soll künftig auch online von statten gehen. Haken: Dafür sind ein Ausweis mit freigeschalteter Online-Funktion sowie ein entsprechendes Kartenlesegerät von Nöten.

Für glasklaren Sound soll hingegen eine EU-Verordnung sorgen, die den digitalen Radio-Empfang in jedem Neuwagen verpflichtend als Serienausstattung vorschreibt. Den „richtigen“ Ton müssen zudem auch alle Elektroautos ab Mitte 2019 treffen. Bis zu 20 km/h geben Stromer dann nicht mehr ihr typisches, kaum vernehmbares Surren von sich, sondern kommen mit gut hörbaren Warngeräuschen daher. Der Grund: Gerade in Städten haben Fußgänger die lautlosen E-Flitzer kaum wahrgenommen und so Unfälle mit verursacht.

„Section Control“ heißt ein bereits seit längerem in Österreich angewendetes Verfahren, das Temposünder nun auch in Deutschland wirksam überführen soll. Niedersachsen hat für die sogenannte Abschnittskontrolle jetzt als erstes Bundesland die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen und will das Pilotprojekt ab Mitte Januar 2019 auf einem 2,2 Kilometer langen Streckenabschnitt an der B6 bei Hannover-Laatzen 18 Monaten erproben.

Ein Streckenradar erfasst an dem jeweils betreffenden Ein- und Ausfahrtpunkt Fahrzeug und Fahrer und ermittelt das Durchschnittstempo. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit liegt auf dem Testabschnitt bei 100 km/h. Wird sie überschritten hält ein drittes Foto den Tempoverstoß fest. In Österreich hat dies zur Folge, dass die Autos verstärkt im letzten Drittel des Kontrollabschnitts besonders langsam fahren, um das Durchschnittsmittel nicht zu reißen.

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