Wildwechsel: Jetzt ist es wieder besonders gefährlich!

Massenphänomen Wildunfall. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) knallt es mehr als 275.000 mal im Jahr. Das sind rein rechnerisch durchschnittlich 750 Unfälle am Tag – so viele wie zuvor! Zurzeit kracht es wieder besonders häufig. Bedingt durch das sommerliche Wetter, die Paarungszeit und das Markieren der Reviere. Tendenz? Weiter steigend!


Rein rechnerisch kommt es alle zweieinhalb Minuten in Deutschland zu einem Wildunfall

Etwa alle zweieinhalb Minuten kommt es in Deutschland zu einem Wildunfall. Dabei gilt: Je größer die Verkehrsdichte, desto höher die Unfallgefahr. Während sich das Verkehrsaufkommen durch die wachsende Mobilität in den letzten Jahrzehnten vervierfacht hat, haben sich Wildunfälle verfünffacht. Dem GDV zu Folge sind die Regulierungskosten um neun Prozent gestiegen. In Zahlen bedeutet das: Die Gesamtschadenhöhe ist um rund 62 Millionen Euro auf 744 Millionen Euro angewachsen.

Im Morgengrauen und während der Dämmerung ist besondere Vorsicht geboten. Während diesen Zeiten sollten Autofahrer noch wachsamer sein und zurückhaltender fahren. Die Experten raten, die Warnhinweise auf Wildwechsel zu beachten und die Fahrweise entsprechend anzupassen. Riskante Ausweichmanöver sollten unbedingt vermieden werden, da der Zusammenstoß mit einem anderen Auto oder der Aufprall gegen einen Baum zumeist deutlich gefährlicher ist, als der Unfall mit einem Tier.

Kommt es zu einem Wildunfall, sollte der betroffene Autofahrer zuerst die Unfallstelle sichern, Warnlicht an- und Warndreieck aufstellen. Danach sollte umgehend die Polizei benachrichtigt werden. Zur Beweissicherung sind Fotos von Unfallort, Tier und Auto nützlich. Die Bergung des angefahrenen Tiers sollte nicht selbst vorgenommen, sondern der Polizei oder einem Förster überlassen werden.

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