Schock-Statistik: Im letzten Jahr ist durchschnittlich alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet worden.
Rund 29.270 junge Menschen unter 15 Jahren verunglückten laut der aktuellen Destatis-Erhebung im Jahr 2025 bei Verkehrsunfällen.
Ein trauriger Anstieg um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 27.260 Verunglückten. Die Zahl der getöteten Kinder stieg 2025 gegenüber 2024 von 53 auf 74.
Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 war die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Kinder in den letzten Jahren ohnehin wieder merklich gestiegen.
Der Anstieg betrifft 2025 im Vergleich zum Vorjahr alle Altersgruppen. Bei den unter Sechsjährigen nahm die Zahl der Todesfälle von 18 auf 30 zu. Bei den Sechs- bis Neunjährigen stieg Zahl von 15 auf 17, bei den Zehn- bis 14-Jährigen von 20 auf 27.
Mit Blick auf die Fahrzeugart verzeichnet Destatis bei Kindern, die in einem Pkw unterwegs waren, 2025 einen Anstieg der Todesfälle gegenüber 2024 von 21 auf 31. Das Gleiche gilt für die Verkehrsmittel Fahrrad (von 8 auf 13) und E-Scooter (von 0 auf 4).
Insbesondere für Schulkinder ist der Destatis-Statistik zufolge der Morgen die gefährlichste Zeit. Sechs- bis 14-Jährige verunglückten demnach werktags am häufigsten zwischen 7 und 8 Uhr. In diesem Zeitfenster wurden zwölf Prozent der verunglückten 24.010 Kinder im entsprechenden Alter verletzt oder getötet.
Danach sinkt das Unfallrisiko zunächst spürbar, steigt jedoch mittags zwischen 13 und 14 Uhr sowie nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr erneut deutlich um jeweils neun Prozent wieder an.
In dieser unrühmlichen Statistik lässt sich das Fahrrad als gefährlichstes Verkehrsmittel identifizieren. Dabei darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass es auch das häufigsten genutzte ist.
Insgesamt saßen laut der aktuellen Destatis-Auswertung 34 Prozent der verunglückten Kinder auf einem Drahtesel und 31 Prozent im Auto, während 20 Prozent zu Fuß und acht Prozent auf einem E-Scooter unterwegs waren.
55 Prozent der unter Sechsjährigen kamen als Mitfahrer im Auto zu Schaden. Je älter die Kids, desto selbstständiger bewegen sie sich auch im Straßenverkehr. Demnach war bei den Sechs- bis 14-Jährigen wiederum das Fahrrad mit 39 Prozent das häufigste Unfallfahrzeug, gefolgt vom Pkw mit 26 Prozent und zu Fuß
Mit zunehmendem Alter bewegen sich Kinder selbstständiger im Verkehr: Bei den 6- bis 14-Jährigen war das Fahrrad mit 39 Prozent das häufigste Unfallfahrzeug, gefolgt vom Auto mit 26 und zu Fuß mit 19 Prozent.
Zahlen die mehr als erschrocken machen und bei jedem Verkehrsteilnehmer die Sinne für die zig Gefahrquellen auf den Straßen schärfen und für noch mehr Aufmerksamkeit und Vorsicht sorgen sollten.
Quelle: Destatis, Foto: AdobeStock







