Jetzt nimmt der Reiseverkehr wieder spürbar Fahrt auf und markiert traditionell den ersten großen Belastungstest für das deutsche Straßennetz 2026.
Mit dem Beginn der Ferien in insgesamt zwölf Bundesländern und dem zeitversetzten Start in Sachsen, Thüringen und dem Saarland verdichtet sich die Verkehrslage zunehmend.
Der ADAC spricht schon im Vorfeld von einer der massivsten Reisewellen des Jahres. Die Gründe sind so vielfältig wie die Ostereier im Nest: Urlaubsreisen ins In- und Ausland, Besuche bei Verwandten, spontane Kurztrips und Tagesausflüge bei frühlingshaftem Wetter sorgen für volle Straßen.
Besonders beliebt sind die Küstenregionen an Nord- und Ostsee sowie die Wintersportorte in den Alpen, aber auch Ballungsräume wie Hamburg, Frankfurt oder München werden alle Jahre wieder zu nervigen Nadelöhren.
Der verkehrsreichste Tag ist laut Experten-Prognosen der Gründonnerstag. Dann treffen auf den ohnehin schon vollen Straßen Berufspendler und Urlauber aufeinander.
Doch schon am Mittwoch davor steigt das Verkehrsaufkommen spürbar. Denn neben klassischen Urlaubsfahrten prägen vor allem Familienbesuche, spontane Kurztrips und Ausflüge das Bild auf den Autobahnen.
Diese Strategie führt allerdings dazu, dass sich die Verkehrsspitze zunehmend vorverlagert.
Deutlich entspannter präsentiert sich die Lage am Karsamstag und Ostersonntag, die erfahrungsgemäß zu den verkehrsärmsten Tagen des gesamten Wochenendes zählen.
Doch die Entlastung ist nur von kurzer Dauer: Bereits am Ostermontag setzt die nächste große Reisewelle ein, wenn zahlreiche Urlauber die Rückfahrt antreten.
Vor allem am Nachmittag und Abend steigt die Staugefahr erneut deutlich an. Auch in den darauffolgenden Tagen bleibt die Verkehrssituation angespannt, da in mehreren norddeutschen Bundesländern die Ferien enden und zusätzliche Rückreisende auf den Straßen unterwegs sind.
Für eine gewisse Entlastung sorgen zwar die Feiertagsfahrverbote für Lkw über 7,5 Tonnen an Karfreitag und Ostermontag, jeweils von Mitternacht bis 22 Uhr, doch angesichts des hohen Gesamtverkehrsaufkommens bleibt die Lage insgesamt angespannt.
Auch über die deutschen Grenzen hinaus müssen sich Reisende auf Verzögerungen einstellen. Besonders betroffen sind wichtige Transitstrecken in Österreich wie die Tauernautobahn, die Inntalautobahn und die Brennerautobahn.
In der Schweiz gelten die Autobahnen A1, A2 und A3 als staugefährdet, während in Italien vor allem die Brennerroute sowie touristisch stark frequentierte Täler zusätzlich belastet sind.
Erschwerend kommen mögliche Wartezeiten an den Grenzen bei der Einreise nach Deutschland hinzu, da weiterhin Kontrollen durchgeführt werden können.
Insgesamt zeigt sich der Osterreiseverkehr 2026 als komplexes Zusammenspiel aus Ferienbeginn, Feiertagen und klassischen Reisegewohnheiten – mit dem Gründonnerstag als zentralem Nadelöhr und dem Ostermontag als zweitem kritischen Punkt.
Wer flexibel plant, frühzeitig startet oder bewusst auf verkehrsärmere Tage ausweicht, kann dem größten Staurisiko zumindest teilweise entgehen.
Quelle: ADAC, Foto: AdobeStock







