Feiner Sand, heftige Kratzer. Autolack sollte grundsätzlich behutsam gereinigt, Schmutz ganz vorsichtig entfernt werden, um Lackschäden zu vermeiden.
Das gilt vor allem, wenn sich feinkörniger Sahara-Staub auf dem Wagen angesammelt hat. Gerade im Frühling regnen sich immer wieder solche Wolken, angereicht mit orange-rötlichem Wüstensand, über Deutschland ab.
So tritt dieses nicht seltene Wetterphänomen jetzt auch wieder in Erscheinung. Denn seit Anfang März zieht eine massive Staubwolke aus der Sahara über Europa hinweg.
Begünstigt durch das stabile Hoch „Jannis“ strömt warmer Wind aus Nordafrika nordwärts und trägt feinste Partikel in rund dreitausend Metern Höhe mit sich.
Aktuellen Prognosen zufolge breitet sich die Staubwolke zunächst im Südwesten Deutschlands aus und zieht anschließend über große Teile des Landes.
Teilweise handelt es sich um enorme Mengen: Meteorologen sprechen von tausenden Tonnen Wüstenstaub, die in mehreren Kilometern Höhe über Europa transportiert werden.
Typische Anzeichen umschreiben Meteorologen so: Die Sonne erscheint milchig, Schleierwolken wirken gelblich-orange, Sonnenauf- und untergänge spektakulär farbenfroh.
Am Boden macht sich der Sahara-Staub meist erst bemerkbar, wenn Niederschlag einsetzt. Dann kann sogenannter „Blutregen“ entstehen: Regenwasser vermischt sich mit den rötlichen Staubpartikeln und hinterlässt insbesondere auf Autos einen dünnen, rostfarbenen Film.
Für Fahrzeughalter, die Ihren Wagen im Freien stehen haben, bedeutet das: Die feinen Sandkörner sehr behutsam und ganz vorsichtig mit viel klarem Wasser von Scheiben und Lack zu entfernen.
Denn: Gerade auf Lack, Glas und Kunststoffoberflächen kann der orange-rötliche Staub deutliche Spuren hinterlassen, wenn Sie ohne ausreichend Wasser abgewischt werden.
Und: Auch auf Bürsten und Lappen sollte bei der Vorwäsche verzichtet werden, da sie wie Schmirgelpapier wirken und zu Kratzern im Lack führen.
Im Zweifel, den Kfz-Meisterbetrieb des Vertrauens kontaktieren und sich fachkundig beraten lassen.
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