Vom Kindergarten ins Klassenzimmer. Spätestens ab Mitte August heißt es wieder: Schultüte, Schulweg, Schülerstress. Ab sofort gehören ABC-Schützen zum allgemeinen Straßenbild.
Denn in Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat der Unterricht bereits begonnen.
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen folgen morgen (Schulstart: 17. August), und in Hamburg geht’s am 19. August los.
Es ist jetzt also wieder für alle Verkehrsteilnehmer höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten.
Das gilt insbesondere für Lkw- und Pkw-Fahrer. Auch wer Fahrrad, E-Scooter und Co. steuert, sollte vor allem in der Nähe von Schulen besonders umsichtig unterwegs sein.
Was unter anderem viele Autofahrer unterschätzen: Der Schulweg birgt gerade für Erstklässler eine Reihe von Gefahren, denen sich die ABC-Schützen bis dahin oft noch nicht bewusst sind.
Dabei gilt dauerhaft und ganz grundsätzlich, jetzt aber erst recht: Finger weg vom Smartphone und jeder sonstigen Ablenkung im Auto: konzentriert fahren, stets bremsbereit sein und Rücksicht nehmen!
Die Gründe: Die jungen Schüler müssen erst noch lernen, sich sicher auf den Straßen zu bewegen. Ihre Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit ist naturgemäß noch nicht voll ausgeprägt.
Sie lassen sich nur zu leicht ablenken und ihnen fehlen das Bewusstsein für Gefahrensituationen sowie die Erfahrung im Umgang damit.
Experten raten Eltern deshalb, zusammen mit den Schulanfängern einige wichtige Verhaltensweisen einzuüben.
Dazu gehört immer der sogenannte Links-rechts-Blick, bevor man eine Straße überquert. An Zebrastreifen sollten Kinder lernen, Blickkontakt zum Fahrer aufzunehmen und so lange am Rand zu warten, bis das herannahende Auto tatsächlich gestoppt hat.
An Ampeln müssen Kinder lernen, dass abbiegende Autofahrer oft ebenfalls Grün haben. Deshalb sollten sie schnellstmöglich verinnerlichen, selbst regelmäßig beim Überqueren zur Seite oder über die Schulter zu blicken.
Kinder sollten zudem sensibilisiert werden, auch auf Radfahrer zu achten. Denn Radfahrer dürfen oft Radwege auf dem Bürgersteig nutzen und ebenso mancherorts in Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung radeln.
Auch wenn diese Regelung nicht für E-Scooter-Fahrer gilt, gehören sie inzwischen zum Verkehrsalltag und sind vor allem in Städten mittlerweile allgegenwärtig.
Weiterer Experten-Tipp: Eltern sollten darüber hinaus die Wege mit dem Schulanfänger vorab planen und dabei auch mögliche Abkürzungen und Gefahrenstellen besprechen.
Ein kleiner Umweg über ruhige Nebenstraßen ist oft sicherer als der direkte Weg über vielbefahrene Hauptverkehrsadern.
Foto: Dekra







