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Studie: Christi Himmelfahrt unfallträchtigster Tag

Vorsicht Vatertag – Bollerwagen und Biergelage. An Himmelfahrt ziehen bereits seit Jahrzehnten zumeist feuchtfröhliche Herrenrunden Land auf, Land ab durch die Gemeinde und lassen es ordentlich Krachen - leider auch auf Deutschlands Straßen. Es ist der unfallträchtigste Tag des Jahres.

Alkoholkontrolle der Polizei

Am Vatertag registriert die Polizei dreimal so viele alkoholbedingte Verkehrsunfälle als an einem normalen Tag

Alkoholkontrolle der Polizei

Am Vatertag registriert die Polizei dreimal so viele alkoholbedingte Verkehrsunfälle als an einem normalen Tag

Für manche Verkehrsteilnehmer wird Christi Himmelfahrt beinahe im Wortsinne zum Himmelfahrtskommando. Kein Tag ist gefährlicher und unfallträchtiger als dieser Feiertag.

Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie von Motointegrator, einem Online‑Händler für Autoersatzteile und -zubehör, und DataPulse Research.

Demnach zählt die Polizei an einem normalen Tag rund 100 alkoholbedingte Verkehrsunfälle, während am Vatertag (Christi Himmelfahrt) die Zahlen um das Dreifache auf 290 bis 340 hochschnellen.

Laut der Studie werden diese Zahlen weder an Silvester, Heiligabend noch am Rosenmontag oder einem Oktoberfesttag erreicht  – somit ist der Vatertag trauriger Spitzenreiter seit mehr als 20 Jahren.

Wenn quietschende Bollerwagen voller Bier, Schnaps und Proviant übers Land rollen und männerdominierte Gruppen buchstäblich zu kräftig feiern, sieht die Unfallbilanz der Erhebung zufolge erschreckend ernüchternd aus – und mit fatalen Folgen:

86 Prozent der Alkoholunfälle betreffen demnach männliche, oft junge Fahrer, deren Unfallrisiko sich durch Unerfahrenheit nochmals vergrößert.

Weitere Erkenntnis: Während der überwiegende Teil der Autofahrer nüchtern fährt und sich an die Regeln hält, entfaltet eine kleine Minderheit eine verheerende Wirkung.

Denn der Studie zufolge sind lediglich rund zwei Prozent der Fahrer mit zu viel Alkohol im Blut unterwegs bzw. werden ertappt – doch sie seien für ein Viertel aller Verkehrstoten verantwortlich, europaweit etwa 6.500 vermeidbare Todesopfer pro Jahr, heißt es weiter.

Deutschland stehe dabei auf den ersten Blick relativ gut da. Der Grenzwert liegt – wie in vielen anderen EU‑Staaten – bei 0,5 Promille Blutalkoholkonzentration, für Fahranfänger und junge Fahrer gilt sogar ein striktes Null‑Promille‑Gebot.

In Großbritannien hingegen dürfen Autofahrer bis zu 0,8 Promille intus haben – ein Wert, der das Unfallrisiko im Vergleich zu nüchternen Fahrern um rund das 2,7‑fache erhöhe.

Die gute Nachricht zum Schluss: Deutschland habe in den vergangenen Jahren nachweislich Erfolge im Kampf gegen Alkohol am Steuer erzielt.

Die Zahl der alkoholbedingten Verkehrstoten sei deutlich schneller gesunken als die Gesamtzahl der Getöteten – dank schärferer Regeln, Null‑Toleranz für Fahranfänger, intensiver Kontrollen und einer klareren gesellschaftlichen Ächtung von Trunkenheitsfahrten.

Quelle: Motointegrator / DataPulse Research, Foto: Fotolia / AdobeStock

 

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