Technik & Trends

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Keyless-Entry: Funkschlüsselsysteme nach wie vor mit Sicherheitslücken

Horrorszenario Autoklau - geräuschlos und unbemerkt. Die Täter hinterlassen weder Hinweis noch Spur, sind längst über alle Berge. Fiktion oder Wirklichkeit? Leider oft erlebte Auto-Realität. Der Grund: Diebstahlanfällige Funkschlüsselsysteme. Selbige zu hacken ist für gewiefte Autoknacker ein Kinderspiel. Seit Jahren warnt der ADAC vor eklatanten Sicherheitslücken bei elektronischen Schließsystemen. Jetzt hat Deutschlands größter Automobilclub erneut 500 Autos mit Keyless-Entry-Funktion untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend: lediglich 24 Modelle sind gut geschützt.

Auto, Front, Hand mit Funkschlüssel

Komfortabel: Keyless-Entry. In puncto Sicherheit bleibt laut ADAC weiterhin ein großes Diebstahlrisiko

Auto, Front, Hand mit Funkschlüssel

Komfortabel: Keyless-Entry. In puncto Sicherheit bleibt laut ADAC weiterhin ein großes Diebstahlrisiko

Alles Elektro oder was? Während sich bei den Antriebsarten die Stromer-Technik inzwischen zwar vehement aber erst jetzt verstärkt durchsetzt, hat die Digitalisierung und damit eine ganze Armada elektronischer Helfer bei Fahrassistenz-, Sicherheits- und Komfortsystemen längst das Cockpit erobert. Wer schließt heutzutage seinen Wagen noch ganz profan mit einem Schlüssel auf? Wohl nur noch Inhaber von ganz alten Karossen.

Der Autofahrer von heute hingegen drückt einfach nur noch auf den Knopf. Eigentlich alles recht bequem und komfortabel, wenn die elektronischen Schließsysteme nicht nach wie vor große Sicherheitslücken aufweisen würden. Laut dem ADAC ist die Mehrzahl neuer Auto-Modelle mit Keyless-Schließsystem immer noch nicht ausreichend gegen Diebstahl geschützt und lässt sich mittels Funkverlängerung öffnen und wegfahren.

Seit 2016 hat der ADAC mehr als 500 neue Autos mit Keyless-Entry-Funktion auf Diebstahlsicherheit überprüft. Auch die aktuelle Bilanz wirft kein gutes Licht auf die Autobauer. Denn: Der neusten Untersuchung zufolge sind lediglich 24 Modelle gut geschützt. Diese Fahrzeuge sind mit UWB-Technik ausgestattet und konnten mit den vom ADAC eingesetzten Geräten nicht entwendet werden. Vorteil des Ultrabreitbandes (englisch: Ultra Wide Band): Die Nutzung eines extrem großen Frequenzbereichs mit sehr hoher Bandbreite.

UWB sorgt zudem dafür, dass das Fahrzeug die tatsächliche Entfernung des Autoschlüssels erkennt und sich nur öffnet, wenn der Schlüssel in unmittelbarer Nähe ist.

Einige Hersteller setzen unterdessen auf einen Bewegungssensor im Schlüssel. Wird dieser eine gewisse Zeit nicht bewegt, schaltet das Funksignal ab und das Fahrzeug lässt sich nicht mehr illegal öffnen und wegfahren. Aus Sicht des ADAC sei diese Methode allerdings weniger sicher, da in der Zeit bis zum Abschalten des Funksignals der Keyless-Klau dennoch möglich wäre.

Eigenen Angaben zufolge hätten die ADAC-Tester genau diese Sicherheitslücke bisher bei 37 aller getesteten Modelle nachweisen können. Laut dem Automobilclub würden zwar immer mehr Hersteller in immer mehr, auch kleineren und günstigeren Modellen UWB-Technik mitverbauen, es seien jedoch nach wie vor noch viel zu wenig.

Quelle: ADAC, Foto: Fotolia

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