Scheinwerfer-Reinigung: Anlagen im Winter besonders nützlich

Wer den vollen Durchblick hat sieht nicht nur, sondern fährt auch besser. Schnee, Schmutz und Salz setzen allerdings den Autos im winterlichen Straßenverkehr ordentlich zu. Besonders die Stärke der Beleuchtung leidet darunter sehr. Laut dem TÜV Süd kann der Leuchtweitenverlust bei bis zu 80 Prozent liegen - bereits nach nur einer Viertelstunde Autofahrt!


Nützliche Ausstattungsoption besonders im Winter: eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage

Optimale Beleuchtung ist im Winter unerlässlich. Deshalb ist eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage (SRA) von hohem Nutzen, stellen die Experten des TÜV Süd in einer aktuellen Mitteilung fest. Denn gerade winterliches Schmuddelwetter könne einen dramatischen Rückgang an Leuchtweite bewirken und erhebliche Einschränkungen der Sicherheit zur Folge haben. Die erste Aufgabe der Scheinwerfer-Reinigungsanlage ist also, die volle Leistungsfähigkeit der Lichttechnik wiederherzustellen.

Darüber hinaus soll die SRA den Verschmutzungsgrad der Scheinwerfer möglichst niedrig halten. Denn die optischen Eigenschaften sind schnell gestört und sie blenden dann. Je höher die Verschmutzung, desto geringer die Leistung.  Laut dem TÜV-Fachmann sei dies bereits bei nur zehn Prozent Eintrübung durch Schmutz der Fall.

Tipp 1: Rechtzeitig waschen. Um Waschwasser zu sparen, arbeitet die von Lichttechnikern „Dusche“ genannte Einrichtung in den meisten Autos nur, wenn die Hauptscheinwerfer eingeschaltet sind. Verschmutzen können sie aber jederzeit. Deshalb hilft es, sobald das Abblendlicht eingeschaltet wird und der Autofahrer daran denkt (!), einmal am Wischerhebel zu ziehen, um die Leuchten vom frischen Dreck zu befreien.

Tipp 2: Richtiges Waschmittel. Die Abschlussscheiben von Scheinwerfern – früher wegen einer anderen optischen Funktion auch Streuscheiben genannt – sind heute, bis auf wenige Ausnahmen, aus Kunststoff und haben einen Lacküberzug. Der reagiert allergisch auf manche Chemikalien im Waschwasser. Zwar seien die Anforderungen an Frostschutz und andere Zusatzmittel hoch, schäumen sie jedoch auf dem Scheinwerfer, sei davon abzuraten. Dies könne Blendung oder eine schlechte Ausleuchtung zur Folge haben.  

Tipp 3: Autofahrer sollten deshalb auf die Verpackungshinweise achten. Bei geeigneten Frostschutzmitteln sei beispielsweise erwähnt, dass sie für Polykarbonat-Scheiben verträglich sind. Dem TÜV Süd zufolge sei dies bei Markenprodukten meistens der Fall. Zudem sei die Eignung für Fächerdüsen ebenfalls ein Indiz für eine qualitativ hochwertige Flüssigkeit.

Tipp 4: Waschen muss sein. Die SRA braucht reichlich Wasser. Die meisten damit ausgerüsteten Autos haben deshalb einen größeren Vorrat an Bord. Ungeachtet dessen nervt es manche Halter, dass bei Schmuddelwetter recht bald die Füllstandswarnung aufleuchtet. Trotzdem sollte nicht versucht werden, die Scheinwerferreinigung in der Software zu deaktivieren. Das sei keine gute Idee, die Anlage müsse funktionieren, geben die TÜV-Experten zu bedenken. Für bestimmte Scheinwerfer sei sie sogar vorgeschrieben. Und: Bei der Hauptuntersuchung (HU) wird eine nicht funktionierende Scheinwerfer-Reinigungsanlage stets beanstandet!

Quelle und Foto: TÜV Süd