Aber der Reihe nach: Bereits vor knapp 40 Jahren zeigte die Marke mit dem Blitz, was in ihr steckt, und das selbstredend auch Kleinwagen mächtig Nervenkitzel liefern können – und zwar nicht zu knapp.
Damals, wir schreiben das Jahr 1988, versetze bereits der Corsa GSi Adrenalin-Junkies in Entzücken. Sie durften mit 820 Kilogramm Leergewicht und „satten“ 100 PS auf die Überholspur, auf der erst ab 188 km/h Spitze Platz gemacht werden musste.
Es folgten die Corsa GSi-Versionen B und C, eher 2007 die OPC-Ära eine neue Performance-Dimension eröffnete, die 2010 in der legendären „Nürburgring-Edition“ ihren Höhepunkt fand.
Bis heute verbrennerseitig mit 210 PS und 280 Nm der stärkste Corsa. Diesen Titel knöpft ihm nun lokal emissionsfrei der neue Corsa GSE jedoch ab.
Der kleine Stecker-Blitz soll noch in diesem Jahr zu den Händlern kommen und seine Messepremiere im Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon feiern.
Sein auf Dynamik und Agilität getrimmtes Outfit dürfte selbst braven Kleinwagenfahrern Appetit auf mehr machen. Der Wumms unter der Haube allemal. Denn die Leistungsdaten sind bemerkenswert: 281 PS und 345 Newtonmeter Drehmoment.
Damit nutzt der vollelektrische Hot Hatch dieselbe Elektro-Power wie sein größerer SUV-Bruder, der Mokka GSE. Noch mehr Eindruck hinterlässt die Beschleunigung.
In lediglich 5,5 Sekunden schießt der Corsa GSE aus dem Stand auf Tempo 100 – schneller als jedes andere aktuelle Opel-Serienmodell.
Möglich macht das u. a. eine Torsen-Sperre, die nicht nur dafür sorgt, dass die Kraft nicht einfach an der Vorderachse verpufft und spürbar mehr Traktion liefert, sondern in diesem Segment auch als spezielles Alleinstellungsmerkmal identifiziert werden kann.
Hinzu kommen ein tiefergelegtes Sportfahrwerk, speziell abgestimmte Achsen, Stabilisatoren und Hydro-Stoßdämpfer. Ein angepasstes Lenkungs- und Pedal-Tuning ermöglicht darüber hinaus eine besonders direkte Rückmeldung.
Für die Verzögerung aus hohem Tempo sind Vier-Kolben-Performance-Bremsen zuständig. Opel betont damit nicht nur die Beschleunigung, sondern auch Handling und Fahrstabilität.
Zur sportlichen Ausstattung gehören außerdem 18-Zöller, Performance-Sitze, gelbe Sicherheitsgurte und digitale Anzeigen mit speziellen Leistungsdaten.
Auch der Preis ist heiß: Wer sich die höchst sportliche Rüsselsheimer Rennsemmel leisten möchte, muss mindestens 39.900 Euro auf den Tisch blättern. Gewiss nicht wenig Geld für ein kleines Auto, das aber auf der freien Bahn und leeren Landstraßen richtig Spaß machen kann.
Foto: Opel







