Elektromobilität: Beim Autokauf sind Stromer hinten dran

Gar nicht elektrisierend. Deutsche, die zurzeit ein neues Auto kaufen wollen, fahren auf die altbekannten Verbrenner ab. Ganz vorn ist dabei der Benziner. Lediglich 16 Prozent würden sich für ein Elektroauto entscheiden. Skeptischer in Europa sind nur noch die Tschechen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentative Umfrage von Eon und KantarEmnid.


Der Renault Zoe ist das zurzeit meistverkaufte Elektroauto in Deutschland

Die aktuelle Studie zeigt, das die Bereitschaft auf Fahrzeuge mit elektrischen Antrieb umzusteigen, in anderen europäischen Ländern deutlich größer ist. Laut der Umfrage belegen die Deutschen mit 16 Prozent und die Tschechen mit nur 13 Prozent den vor- beziehungsweise letzten Platz. Eine klare Mehrheit der Befragten votierte hierzulande für den Benzinmotor. Am höchsten ist demnach das Interesse an Elektroautos in Rumänien und Italien. Dort sind es jeweils 36 Prozent, die mit dem nächsten Auto elektrisch fahren möchten.

 

Die Umfrage zeigt aber auch: In ganz Europa befindet sich der Dieselantrieb auf dem Rückzug. Nur in der Türkei würden sich fast die Hälfte der Befragten, 44 Prozent, für einen Selbstzünder als nächstes Auto entscheiden. In Deutschland und Ungarn erreicht der Diesel dagegen nur noch eine Zustimmungsrate von 13 Prozent, der niedrigste Wert aller Länder, in denen die Menschen befragt wurden.

 

Die Gründe, warum ein Elektroauto beim nächsten Autokauf nicht in Frage kommt, sind vielfältig. Für ganz Europa betrachtet steht der hohe Anschaffungspreis dabei an erster Stelle, gefolgt von der nicht vorhandenen Möglichkeit, das Auto wieder aufzuladen. Ein weiteres wichtiges Argument gegen den Kauf eines Stromers ist die, den Fahrzeugen unterstellte, geringe Reichweite.

Vor allem in Deutschland wird die Reichweite besonders kritisch gesehen. Sie wird von 68 Prozent der Befragten als Grund genannt, nicht auf ein E-Mobil umzusteigen. Ganz anders in Schweden: Hier sehen nur 32 Prozent in der Reichweite ein Argument, sich kein Elektroauto anzuschaffen.

Die Umfrage-Ergebnisse sind Teil der Studie „Wohnen in Europa“. Eon und KantarEmnid befragten dazu rund 10.000 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, Tschechien, in der Türkei und in Ungarn.

Quelle: Eon und KantarEmnid, Foto: Renault