Auto & Kosten

Frostschutz: Beim Nachfüllen auf Herstellervorgabe und Spezifikation achten

Auch wenn die Temperaturen zurzeit zumeist wieder im Plus sind, die nächste Frostperiode hat sich schon für nächste Woche angekündigt. Motto: Eisige Nächte, heiße Motoren. Damit alles so läuft wie es soll, ist der passende Frostschutz unverzichtbar.

Autofahrer kippt Frostschutzmittel  in den Kühler

Der richtige Mix macht's: Nur den Frostschutz verwenden, den der Hersteller freigibt, dessen Spezifikation in der Betriebsanleitung steht

Autofahrer kippt Frostschutzmittel  in den Kühler

Der richtige Mix macht's: Nur den Frostschutz verwenden, den der Hersteller freigibt, dessen Spezifikation in der Betriebsanleitung steht

Wenn der Frost kommt, entscheidet der richtige Schutz im Kühl- und Wischwasser darüber, ob das Auto morgens zuverlässig anspringt – oder ein teurer Motorschaden und zugefrorene Scheiben den Start in den Tag ruinieren. ​​

 

Denn: Frostschutz im Kühlkreislauf ist weit mehr als eine lästige Winterpflichtroutine. Gefriert die Flüssigkeit, drohen Risse im Kühlsystem bis hin zu einem ausgewachsenen Motorschaden – ein Risiko, das sich mit einem kurzen Blick auf den Ausgleichsbehälter und einem einfachen Prüfer leicht vermeiden lässt.

 

Experten empfehlen, dass der Kühlerschutz mindestens bis etwa minus 25 Grad ausgelegt sein sollte, damit das System auch bei knackigem Dauerfrost stabil bleibt. Wichtig ist dabei nicht nur der Füllstand, sondern vor allem auch die richtige Konzentration des Mittels – wer nur Wasser nachkippt, verwässert den Schutz und öffnet Kälte und Korrosion Tür und Tor.

 

Besonders heikel wird es, wenn verschiedene Produkte wild gemischt werden: Silikathaltiger und silikatfreier Kühlerfrostschutz vertragen sich chemisch oft nicht, können verklumpen, den Korrosionsschutz ausbremsen und im Extremfall die Kühlwasserpumpe schädigen.

 

Die Folge können zugesetzte Kanäle, Überhitzung und kostspielige Schäden sein – ein hoher Preis für einen unbedachten Schuss aus der falschen Flasche.

 

Die sichere Lösung: ausschließlich das Frostschutzmittel verwenden, das der Fahrzeughersteller freigibt, dessen Spezifikation in der Betriebsanleitung oder auf dem Kühlmittelbehälter steht, und im Zweifel die Fachwerkstatt machen lassen.

 

Auf die Farbe sollte sich kein Autofahrer verlassen, denn sie ist marketinggetrieben und sagt nichts über die chemische Basis des Produkts aus.​​

 

Auch an der Frontscheibe entscheidet der richtige Mix über klare Sicht oder gefährlichen Blindflug: Gefriert die Mischung in der Scheibenwaschanlage oder auf dem Glas, reichen wenige Sekunden Spritzwasser, um die Sicht bei Matsch und Salz komplett zu nehmen.

 

Übrigens, dass oft zitierte Hausmittel Spiritus hat längst ausgedient: Auf eiskalter Scheibe bilden sich nach dem Wischvorgang schnell wieder kleine Eiskristalle, die Schlieren ziehen und die Sicht zusätzlich verschlechtern.

 

Professionelle Winterreiniger aus dem Handel setzen stattdessen auf Glykol oder Glycerin in Kleinstmengen sowie Tenside, die ein Wiedervereisen verhindern und gleichzeitig Schmutz, Salz und Öl zuverlässig lösen.

 

Je nach Region sollte die Reinigungsmischung so eingestellt sein, dass sie Temperaturen von minus 20 bis minus 25 Grad standhält – wer sich das Selbstmischen nicht zutraut, greift besser zu fertigen Wintermischungen.

 

Quelle: TÜV-Süd, Foto: AdobeStock

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