Starthilfe: Wenn das Auto nicht in die Gänge kommt

Kalendarisch gesehen ist der Frühlingsanfang nicht mehr fern. Ab 20. März geht’s los. Das lässt den meteorologischen Lenz indes ziemlich kalt. Und das ist wörtlich gemeint. Denn die Wetterfrösche kündigen erneut Temperaturen unter dem Gefrierpunkt an. Bei Minusgraden quittieren auch wieder vermehr Batterien ihren Dienst.


Starthilfe: Beim Überbrücken nicht Plus- und Minus-Pol vertauschen

Ist der Akku erstmal leer, braucht Ihr Auto Erste Hilfe. Was aber ist sinnvoll und was nicht? Vorsicht vor der alten Binse: „Wer sein Auto liebt, der schiebt“. Kann ganz schön böse enden. Und ziemlich anstrengend ist es auch. Denn: Bei Automatik funktioniert es gar nicht und bei Dieselfahrzeugen nur bedingt und unter Umständen erst nach mehreren 100 Metern. Falls die müde Batterie jedoch gar nicht der Grund für die Panne ist, können durch das Anschieben möglicherweise (weitere/neue) Schäden verursacht werden.

 

Springt der Wagen nicht an, zuerst die Bedienungsanleitung studieren und Hinweise in puncto Starthilfe einholen. Wer nicht Pannenhilfe oder Werkstatt hinzuziehen will, sondern lieber selbst Hand anlegen möchte, sollte dies mit einem geeigneten Starthilfekabel tun.

 

Der ADAC empfiehlt nur nach DIN genormte Kabel zu verwenden. Motoren mit einem Hubraum von mehr als 2,5 Liter sollten mit einem Starthilfekabel überbrückt werden dessen Querschnitt mindestens 16 mm2 beträgt, bei allen Diesel-Pkw werden mindestens 25 mm2 empfohlen.

 

Vorsicht: Beim Überbrücken nicht Plus- und Minus-Pol vertauschen. Sowohl in der Bedienungsanleitung als auch auf den Batterien sind die entsprechenden Stellen für die Anschlüsse zu finden bzw. markiert. Andernfalls können Kurzschluss oder Funkenschlag die Folge sein. Im Extremfall können sogar Bordelektronik oder Batterie zerstört werden.

 

Und so geht’s:

Zunächst die Verbindung der beiden Pluspole mit dem roten Kabel herstellen. Anschließend mit dem schwarzen Kabel den Minuspol des Spenderfahrzeuges mit einem „Massepunkt“, vorzugsweise einem Metallteil am Motorblock des Pannenfahrzeugs verbinden. Sind beide Kabel richtig angeschlossen zuerst den Motor des Spenderfahrzeugs anlassen und ein paar Minuten laufen lassen. Dann den Pannenwagen starten.

 

Läuft der Motor wieder im Pannenfahrzeug einen starken elektrischen Verbraucher wie Licht oder Gebläse einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden, die ggfs. elektronische Bauteile beschädigen könnten. Danach zuerst das schwarze Minuskabel abnehmen, anschließend das rotes Pluskabel entfernen und nicht benötigte elektrische Verbraucher wieder ausschalten. Um den nächsten Stotterstart zu vermeiden, muss die Batterie wieder aufgeladen werden. Dies lässt sich mit einer längeren Fahrt (mindestens 20 Minuten) oder einem geeigneten Ladengerät bewerkstelligen.

 

Quelle: ADAC, Foto: Fotolia