Wildunfall: Was zu tun ist, wenn´s gekracht hat

Wildschwein trifft Autofahrer oder umgekehrt. Ab Ende September ist die Unfallgefahr besonders groß und es kommt vermehrt zu Wildunfällen. Im Morgengrauen und während der Abenddämmerung ist es am gefährlichsten, warnt der ADAC. Was zu tun ist, wenn es zu spät ist und es gekracht hat, erfahren Sie hier.


Wildunfall: Die größte Gefahr lauert in Waldnähe und in ländlichen Gebieten

Im Herbst ist Hochsaison. Nahezu täglich kommt es zu einem Wildunfall. Tendenz weiter steigend. Die größte Gefahr lauert in Waldnähe und in ländlichen Gebieten. Trotz vorsichtiger Fahrweise lassen sich gerade an solchen berüchtigten Stellen etliche Wildunfälle leider nicht verhindern. Ausweichmanöver sollten jedoch auf jeden Fall unterlassen werden, raten die ADAC-Verkehrsexperten. Sie endeten oftmals im Gegenverkehr oder an einem Baum und führten nicht selten zu schwereren Unfallfolgen als die Kollision mit dem Tier.

 

Ist es zu einem Unfall gekommen, sollte das Fahrzeug am Straßenrand abgestellt, die Warnblinkanlage eingeschaltet, das Warndreieck aufgestellt und zum eigenen Schutz eine Sicherheitsweste angezogen werden, empfiehlt der ADAC.

 

Weitere Maßnahmen: Anschließend sollte eventuell verletzten Personen Erste Hilfe geleistet und die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden.  Wichtig für die Schadenregulierung mit der Versicherung ist die Wildunfallbescheinigung, die von der Polizei oder dem Jagdpächter am Unfallort ausgestellt wird. Angefahrene Tiere sollten nicht berührt werden, sie könnten auskeilen oder Krankheiten übertragen. Rechtswidrig sei das Mitnehmen von getötetem Wild. Es werde als Wilderei mit Geld- und Haftstrafen bis hin zur Beschlagnahmung des Fahrzeuges geahndet, mahnt der ADAC abschließend an.

 

Quelle: ADAC, Foto: Fotolia