Extremwetter allerorten. Autos schleudern, Bäume stürzen um, ganze Orte versinken im Schnee. Schulen geschlossen, Flüge ausgefallen, Bahnverkehr lahmgelegt, selbst vielbefahrene Fernstraßen teilweise gesperrt – Sturmtief „Elli“ leistet ganze Arbeit.
Wer nicht unbedingt muss, bleibt trocken und warm zu Hause. In Extremsituationen sollten Autofahrten möglichst verschoben werden, dazu raten neben dem ADAC institutionsübergreifend sämtliche Wetter-Experten eindringlich!
Denn Glätte, eisige Böen, Schnee und Temperaturen bis zu minus 15 Grad sorgen in den kommenden Tagen für äußerst schwierige Bedingungen auf Autobahnen und Straßen.
Damit Autofahrer sicher durch die extrem winterlichen Bedingungen kommen, empfiehlt der ADAC zu gründlicher Vorbereitung und angepasster Fahrweise, um sicher ans Ziel zu kommen.
Vor dem Start muss das Fahrzeug komplett von Schnee und Eis befreit werden. Nur so ist die Sicht uneingeschränkt und andere Verkehrsteilnehmer werden nicht durch herabfallende Schneereste gefährdet.
Eiskratzer und solide Schneebesen gehören daher zur Winterausrüstung jedes Fahrzeugs.
Wer jetzt mit dem Auto unterwegs sein muss, braucht Winter- oder geeignete Ganzjahresreifen, im Idealfall mit einer Profiltiefe von mindestens vier Millimeter.
Wer sich nicht an die situative Winterreifenpflicht hält, riskiert nicht nur zur Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer zu werden, sondern auch ein Bußgeld.
Darüber hinaus sollte dem ADAC zufolge die Fahrweise zwingend den Wetter- und Straßenverhältnissen angepasst werden. Besonders bei Schneefall oder vereisten Fahrbahnen gilt: nur so schnell fahren, wie das Fahrzeug sicher beherrscht werden kann. Zudem sollte der Abstand zum Vorausfahrenden großzügig bemessen sein.
Nach der Straßenverkehrsordnung muss die Geschwindigkeit stets den aktuellen Bedingungen angepasst werden – auch wenn gesetzliche Tempolimits bestehen. Bei eingeschränkter Sicht unter 50 Metern, etwa bei starkem Schneefall, gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Niedertouriges Fahren und sanfte Lenk- sowie Bremsbewegungen verbessern die Kontrolle bei glatter Fahrbahn. Eine kurze Bremsprobe auf freier Strecke kann helfen, ein Gefühl für den verlängerten Bremsweg zu bekommen – auf Eis und Schnee kann er deutlich länger sein als auf trockenem Asphalt.
Und nochmals: Drohen extreme Verhältnisse auf den Straßen wie Blizzards, Eisregen oder Blitzeis, dann rät der ADAC, das Fahrzeug unbedingt stehen zu lassen und Fahrten erst dann anzutreten, wenn der Winterdienst geräumt oder gestreut hat.
Quelle: ADAC, Foto: AdobeStock







