Wintertipps: Ohne Frust mit dem Auto durch den Frost

Kommt er oder kommt er nicht, der Winter? Trotz des einen oder anderen Temperatursturzes unter Null blieb zumindest bisher der großer Frost und damit direkt verbunden auch der große Frust für Autofahrer aus. Obwohl der Klimawandel bereits deutliche Spuren hinterlässt, ist eine langanhaltende Kälteperiode nicht ausschließen. Gut beraten ist, wer sich und sein Fahrzeug auf einen plötzlichen Wintereinbruch vorbereitet hat.


Bevor es losgeht Eis und Schnee entfernen und erst dann den Motor starten und losfahren

Es gibt wohl kaum einen Autofahrer, dem es bei dem Gedanken an Schnee, Eis und Winterglätte, nicht eiskalt den Rücken hinunter läuft. Selbst erfahrene Fahrzeughalter werden immer wieder von Frau Holle und Väterchen Frost überrascht. Das beste Mittel gegen den plötzlichen Kälteschock: gut vorbereitet dem nahen Winter begegnen. Die Experten vom TÜV-Süd haben gleich sieben nützliche Tipps gegen aufkommenden Winterfrust zusammengestellt.

Zu den Klassikern unter den Bedienungsfehler gehört dem TÜV-Süd zufolge, wenn der Fahrer erstmal den Motor anlässt und dann die zugefroren Autoscheiben frei kratzt. Aber Umwelt und Technik leiden, wenn der Motor nach dem Kaltstart erst einmal im Leerlauf läuft. Viel besser sei es, das Eiskratzen vorher zu erledigen. Erst dann den Motor starten, gleich losfahren und jeden Tropfen Benzin zur Fortbewegung nutzen!

Denn speziell wenn der Motor kalt ist, sei der Kraftstoffbedarf besonders hoch und der Schadstoffausstoß ebenso, sagen die TÜV-Experten. Und weiter:  Der Katalysator schlafe noch und das Öl sei – gerade im Winter – sehr zähflüssig. Der Motor brauche einfach etwas bis er warm gefahren ist und seine normale Leistung bei normalem Verbrauch erreicht. Faustformel: Etwa vier Kilometer, der tatsächliche Wert hänge aber stark vom Motor, der Fahrweise und den Außentemperaturen ab.

Noch ein Tipp, das Sündenregister klein zu halten: Vor allem im Winter gelte es, Kurzstrecken zu vermeiden und wenn möglich, Kurzfahrten zusammenzulegen, das schone auch die Autobatterie. Darüber hinaus sollten Heckscheibe und die Sitzheizung nur in den ersten Minuten der Fahrt eingeschaltet sein. Ist der Motor warm und die Heizung gibt genug Wärme ab, bringt die Sitzheizung keinen zusätzlichen Nutzen – also schnell abschalten. Gleiches gilt für die Heckscheibenheizung.

Auch bei der Klimaanlage sollte man wegen des Mehrverbrauchs im Winter auf sparsamen Einsatz setzen. Beim Entfrosten allerdings gilt: Bei feuchtem Wetter verhindert oder entfernt sie wirkungsvoll den Beschlag von den Scheiben. Kalte Luft enthält nämlich weniger Feuchtigkeit als warme.

Des Weiteren rät der TÜV-Süd, auf einwandfreie Beleuchtung zu achten. Gerade im Winter sei dies besonders wichtig, weil es Sicherheit bringt. Allerdings: Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Nebel und dann ausschließlich bei Sichtweiten unter 50 Metern leuchten. In solchen Fällen ist Tempo 50 vorgeschrieben. Hingegen die Nebelscheinwerfer dürfen auch bei erheblichen Sichtbehinderungen durch starken Schneefall oder Regen genutzt werden.

Eine Dachbox erhöht den Luftwiderstand und damit den Spritverbrauch des Wagens deutlich. Bei 130 Stundenkilometern sind das durchschnittlich etwa zwei Liter auf 100 Kilometern. Deshalb der TÜV SÜD-Tipp: Wer den „zweiten Kofferraum“ nicht mehr braucht, montiert ihn am besten ab. Das gilt ebenso für alle anderen Ladegüter: Unnötig mitgeführte Dinge im Kofferraum, unter den Sitzen oder in Ablagefächern erhöhen den Spritverbrauch. Die Experten raten also: Alles Unnötige raus aus dem Auto!

Und zu guter Letzt: Ruhe bewahren. Fahrweise den Wetterbedingungen anpassen. Besonders wenn es glatt ist, beim Anfahren an der Ampel oder an einer Steigung nicht zu viel Gas geben und die Räder durchdrehen lassen, sondern behutsam losfahren – das schont Natur, Nerven und Material gleichermaßen.

Quelle und Foto: TÜV-Süd