Service & Sicherheit

Autobrand: Technische Defekte größte Gefahr

Spektakuläre Explosionen und meterhohe Rauchsäulen gehören zum Glück in den allermeisten Fällen zur Fiktion eines Hollywoodstreifens. Bevor ein Fahrzeug in der Realität Feuer fängt, benötigt es schon ziemlich viel. Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht. Deswegen sollten Autofahrer wissen, was dann zu tun ist und stets einen Feuerlöscher griffbereit haben, rät jetzt der TÜV-Süd eindringlich zur Urlaubssaison.

Typischer Blechschaden: Zusammenstoss zweier Autos

Wenn es kracht, sind Blechschäden häufig zu beklagen, Fahrzeugbrände eher selten

Typischer Blechschaden: Zusammenstoss zweier Autos

Wenn es kracht, sind Blechschäden häufig zu beklagen, Fahrzeugbrände eher selten

Sommerferien in ganz Deutschland. Viele Urlauber sind mit dem Auto unterwegs. Mehr Verkehr bedeutet auch, dass die Unfallgefahr steigt. Es kracht leider spürbar häufiger als außerhalb der Ferienzeiten. Selbst wenn es nach einem Zusammenstoß zischt und qualmt, gilt es Ruhe zu bewahren. „So schnell brennt nach einem Unfall ein Fahrzeug normalerweise nicht und selbst wenn, kommt es nur äußerst selten zu einer Explosion“, beruhigt Eberhard Lang vom TÜV-Süd.

Häufigste Ursache sind technische Defekte. Probates Mittel dagegen: Den Wagen kontinuierlich warten und vor großen Fahrten einen gründlichen Fahrzeugcheck durchführen lassen. Am besten in einer zertifizierten Fachwerkstatt.

Ist es dennoch passiert, bleibt in den allermeisten Fällen ausreichend Zeit zur Rettung und Brandbekämpfung. „Aber man sollte wissen, was zu tun ist und einen Feuerlöscher zur Hand haben“, mahnt Lang.

Grundsätzlich empfehlen Fachleute, einen Feuerlöscher an Bord zu haben, der die DIN EN 3 erfüllt. Besonders geeignet und sehr handlich sind Zwei-Kilogramm-ABC-Pulverlöscher, zu denen auch der TÜV-Süd rät. Deren Experten haben noch eine weitere Empfehlung parat: Jeder Feuerlöscher sollte alle zwei Jahre von einem Fachmann überprüft werden.

„Sofern Sie noch Kontrolle über das Fahrzeug haben, sollten Sie es an einem Ort zum Stehen bringen, an dem es keinen größeren Schaden hervorruft und beispielsweise weitere Personen in Gefahr bringt“, nennt Lang die Grundregeln für solch brenzlige Situationen. Und weiter: „Den Motor abschalten.“ Dadurch wird die Treibstoffzufuhr unterbrochen. Ansonsten gilt, das Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen, sich sowie Insassen in Sicherheit bringen, den Notruf wählen.

Typische Ursachen von Fahrzeugbränden sind beispielsweise Kurzschlüsse oder undichte Ölleitungen. Deshalb können sie, bevor der Innenraum brennt, mit einem Handfeuerlöscher wirksam niedergehalten werden. Wie das geht, schildert Experte Lang: „Die Flammen müssen im Brandherd immer von unten bekämpft werden.“ Um besser an den Entstehungsort des Feuers heranzukommen, sollte die Motorhaube nur einen Spalt geöffnet werden, um mit kurzen Löschstößen in den Motorraum zu sprühen. Keinesfalls darf man die Haube ganz aufreißen. Verpuffungen können die Folgen sein. Der zusätzliche Sauerstoff facht das Feuer an.

Branduntersuchungen haben gezeigt, dass Flammen sich verhältnismäßig langsam ausbreiten. Bis ein Wagen komplett in Flammen steht, vergehen mehrere Minuten und solange keine Flammen im Innenraum sind, sind Rettungsversuche möglich, Erfolg versprechend und für einen Helfer noch nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden. Erst nach längerer Branddauer steigt die Temperatur im Innenraum steil an, erreicht kurz darauf dann allerdings mehr als 100 Grad. Zugleich sinkt im Fahrzeuginneren die Sauerstoffkonzentration, während die tödliche Kohlenmonoxid-Konzentration dramatisch steigt.

Quelle: TÜV-Süd, Foto: AdobeStock

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