Auto & Kosten

Kfz-Versicherung: Unwetterschäden an Pkw haben sich in 2021 nahezu verdoppelt

Gewitter, Hagel, Sturm und Starkregen, die Schadensbilanz durch Unwetter hat sich im letzten Jahr annähernd verdoppelt. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) notierten die Assekuranzen in 2021 rund 450.000 Schäden in Höhe von 1,7 Milliarden Euro an versicherten Fahrzeugen. Und es wird für die Autofahrer in 2022 nicht unbedingt besser. Für diese Woche kündigen Meteorologen bereits für große Teile Deutschlands die ersten heftigen Unwetter an.

Straße, Regen, Frau, überflutet

Sturm und Starkregen, die Unwetter nehmen zu

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Sturm und Starkregen, die Unwetter nehmen zu

Vom Winde verweht. Nach dem herrlichen Blitzsommer mit Temperaturen von bis zu 26 Grad folgt nun die große Ernüchterung. Neben kräftigen Schauern droht zum Ende der Woche die erste große Unwetterlage des Jahres. Warme Saharaluft sorgt für schwül-warmes Wetter. Folge: Heftige Gewitter, Sturm und Hagel.

Angesichts dieser Wetter-Prognose dürften bei so manchem Versicherungsexperten die Sorgenfalten zunehmen. Vielen Autofahrern wird es ähnlich ergehen. Gerade Fahrzeughalter, die ihren Wagen nicht sicher in einer Garage abstellen können, sollten immer auch ein Auge auf den Wetterbericht haben. Denn: Im letzten Jahr haben die durch Unwetter verursachten Pkw-Schäden enorm zugenommen.

GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen: „Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Schadenjahr hat sich die Schadensumme in 2021 fast verdoppelt.“ So beträgt die Zahl versicherter Fahrzeuge mit einem Unwetter-Schaden jährlich im langjährigen Schnitt etwa 390.000 Pkw und die Schadensumme rund 900 Millionen Euro. Dem GDV zufolge liegen der massiven Schadenzunahme zwei Wetterextreme ursächlich zugrunde: die Unwetterserie im Juni und die Juli-Sturzflut im Ahrtal. Asmussen: „2021 hat sich erneut gezeigt, dass die Folgen des Klimawandels in Deutschland längst spürbar sind. Schon wenige extreme Wetterlagen können immense Schäden anrichten.“

Während die Flutschäden in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz am heftigsten zu Buche schlugen, sorgten Sturm und Hagel speziell im Süden Deutschlands im vergangenen Jahr für schwere Schäden an Kraftfahrzeugen. Vor allem die Unwetterserie im Juni 2021 hat besonders schwere Hagelschäden in Höhe von geschätzt 700 Millionen Euro verursacht. Asmussen: „Insgesamt ist es für die Kraftfahrtversicherer der viertgrößte Hagelschaden seit Beginn der Statistik gewesen.“

Mit durchschnittlich 19,9 Schadenmeldungen auf 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge traf es die Autofahrer in Baden-Württemberg am stärksten. Es folgt Bayern mit 18,9 Schäden. Der Nordosten kam vergleichsweise glimpflich davon. So betrug die Anzahl der Schäden pro 1.000 Verträge in Sachsen-Anhalt 2,6. Es folgen Niedersachsen (2,3), Hamburg (1,9), Brandenburg (1,8) und Mecklenburg-Vorpommer (1,7). Statistik-Schlusslichter sind in dieser Kategorie Schleswig-Holstein und Bremen mit je 1,6 Schadenmeldungen.

Mit einer Kaskoversicherung können sich Autofahrer vor den finanziellen Folgen eines Schadens am eigenen Fahrzeug versichern. Die Voll- bzw. Teilkaskoversicherung übernimmt unter anderem die Kosten für Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen.

Quelle: GDV, Foto: AdobeStock

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