Weihnachtsbaum-Transport: Mit dem Auto nur gesichert und festgezurrt

In kaum einem deutschen Wohnzimmer darf es fehlen: das hübsch geschmückte, glitzernde und funkelnde Bäumchen. Doch vor die besinnliche Bescherung hat Knecht Ruprecht den Tannenbaum-Transport gesetzt. Dabei gilt: Umso größer die Tannen, desto schwieriger und aufwendiger ihre sichere Beförderung. Falsch gesichert, könne bereits ein kleiner Weihnachtsbaum zur großen Gefahr werden, warnt der TÜV-Rheinland.


Beim Transport muss das Bäumchen sorgfältig gesichert werden, egal ob es im Innenraum oder auf dem Autodach befördert wird

Das geschmückte Bäumchen an Heiligabend gehört in vielen Familien zu Weihnachten wie Gänsebraten und Co. Entsprechend sorgfältig wird das Schmuckstück ausgesucht oder im Wald selbst geschlagen. Genauso sorgfältig sollte der Transport mit dem Auto erfolgen.

 

„Für einen Weihnachtsbaum gilt das Gleiche wie für jede andere Ladung“, erklären die Experten vom TÜV-Rheinland. Und weiter: „Der Baum muss so gesichert sein, dass er in Kurven und beim Bremsen nicht verrutscht oder unterwegs verloren geht. Ihn direkt auf dem Autodach zu befestigen wäre fahrlässig.“ Für schlecht gesicherte Ladung werde genauso ein Bußgeld fällig wie für die von Zweigen eingeschränkte Sicht des Fahrers.

 

Sollte der Christbaum nicht ins Auto passen, dann ist ein Dachgepäckträger für den Transport besser geeignet. Die Fahrzeugabmessungen (Länge, Breite, Höhe) müssen allerdings beachtet werden: Der Stamm oder die Zweige dürfen nicht über die Front und auch nicht über die Seiten hinausragen. Beträgt der Überstand am Heck mehr als einen Meter, muss das Ende mit einem 30 mal 30 Zentimeter großen roten Tuch und bei Dunkelheit mit einem roten Licht gekennzeichnet sein.

 

Des weiteren sollte der Baum mit straffen Gurten gesichert sein und es sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte ein gültiges Prüfzeichen haben. Darüber hinaus sei es ratsam, dass die Weihnachtstanne gesichert im Netz transportiert werde. Weiterer Tipp: Der Baumstumpf muss nach vorne zeigen, damit der Luftwiderstand möglichst gering ist und der Baum durch die unsachgemäße Platzierung auf dem Autodach nicht „aufbläst“.

 

Eine weitere Alternative ist laut dem TÜV-Rheinland der Transport mit Anhänger. Gut festgezurrt und windgeschützt unter einer Plane lässt sich die Weihnachtstanne heil nach Hause bringen. „Wer nie oder selten mit Anhänger fährt, sollte sich auf ein anderes Fahrverhalten und einen längeren Bremsweg einstellen. Ein Gespann ist beispielsweise für Seitenwind anfälliger und Wendemanöver sind schwieriger“, geben jedoch die TÜV-Experten zu bedenken. Darüber hinaus gilt es dann zu beachten, dass das Tempolimit für Pkw mit Anhänger auf Landstraßen bei 80 Stundenkilometern liegt.

 

Quelle und Foto: TÜV-Rheinland